Wegen Lieferengpässen

Ford und Opel müssen einzelne Werke über Wochen schließen

Neu gebaute Autos stehen auf Lastwagen vor dem Ford Werk.
Neu gebaute Autos stehen auf Lastwagen vor dem Ford Werk.
© deutsche presse agentur

02. Oktober 2021 - 11:02 Uhr

Ford - Bänder stehen weiter still

Eigentlich werden im Kölner Ford-Werk Autos der Marke Fiesta produziert. Seit dem 2. September stehen dort die Bänder aber still, am 1. Oktober sollte es weitergehen – eigentlich. Daraus wird aber nichts, wie RTL exklusiv erfahren hat. Und auch bei Opel in Eisenach wird sogar bis Jahresende die Produktion eingestellt. In beiden Fällen werden die Angestellten in Kurzarbeit geschickt. Und in beiden Fällen sind Lieferengpässe das Problem.

Bis zum 31. Oktober geht nichts

Weil in der gesamten Branche Halbleiter fehlen, wird der Produktionsstopp bis zum 31. Oktober verlängert! "Die Verfügbarkeit von Halbleitern auf dem Weltmarkt bleibt auf absehbare Zeit sehr volatil. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unsere Situation zu verbessern, um unsere Produktion danach schnellstmöglich wieder aufnehmen zu können. Allerdings gehen wir davon aus, dass es in absehbarer Zeit immer wieder zu Produktionsausfällen kommen kann", erklärte ein Ford-Sprecher gegenüber RTL. Dass die Lage in der gesamten Branche angespannt ist, belegt eine weitere Meldung aus Thüringen.

Auch Opel muss Werk vorerst dicht machen

Der Autobauer Opel schließt sein Werk in Eisenach nämlich ebenfalls – und zwar bis zum Jahresende! Die Gründe sind identisch: Halbleiter fehlen! Betroffen von der vorübergehenden Schließung des Werks in Thüringen sind nach Angaben des Unternehmenssprechers 1300 Mitarbeiter. "Für die Beschäftigten ist Kurzarbeit vorgesehen, um die Maßnahme sozialverträglich zu gestalten", erklärte ein Sprecher.

Wie viele Fahrzeuge durch den monatelangen Stillstand nun nicht vom Band rollen werden, lasse sich schwer abschätzen, da die Produktion wegen Lieferengpässen und langen Lieferzeiten ohnehin bereits reduziert gewesen sei. Die gesamte Automobilindustrie hat seit einiger Zeit mit Lieferschwierigkeiten bei Halbleitern zu kämpfen.

Ein konkretes Datum für die Wiederaufnahme der Produktion in dem Werk wollte der Sprecher auf Nachfrage nicht nennen. Anfang 2022 solle die Produktion des SUV Grandland in Eisenach wieder anlaufen, sofern es die Lieferketten erlaubten. (xst,dpa)