Schritt-für-Schritt-Anleitung

Flüssigseife selber machen - ganz simpel aus alten Seifenresten

Flüssigseife zu Hause herstellen? Das ist gar nicht schwierig - wir zeigen Ihnen, wie es geht
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23. April 2020 - 11:32 Uhr

So stellen Sie selbst Flüssigseife her

Zu Hause oder in öffentlichen Räumen benutzen wir zum Händewaschen nur noch selten Blockseife. Fast überall steht ein Seifenspender mit Flüssigseife parat – die ist einfach praktischer und hygienischer. Wenn noch Überreste von Blockseife bei Ihnen im Bad liegen, sollten Sie diese trotzdem auf keinen Fall wegwerfen! Wir zeigen Ihnen, wie Sie daraus richtig tolle Flüssigseife machen können.

Seife killt Bakterien und Viren, außerdem ist sie ein prima DIY-Geschenk, das zu jeder Jahreszeit gut ankommt - schön verziert, graviert und mit unterschiedlichsten Gerüchen. 

Flüssigseife selber machen: Das benötigen Sie

Wenn Sie einmal Seife selber machen wollen – in dem Fall Flüssigseife – benötigen Sie prinzipiell nicht viel. Diese Materialien sollten Sie besorgen beziehungsweise aus dem Spiegelschrank holen, bevor sie Flüssigseife selber machen:

In 5 Schritten Flüssigseife selber machen

Wer Handseife selber herstellen will, muss im Fall von Flüssigseife kein Know-How mitbringen. Wir erklären, wie Sie in fünf einfachen Schritten flüssige Seife erschaffen.

SCHRITT 1
Raspeln Sie die Blockseife vollständig mit der Käsereibe zu kleinen Seifenflocken (fertige Seifenflocken können Sie auch online bestellen)* 🛒. Wenn Sie den letzten Rest nicht mehr raspelt können, zerkleinern Sie ihn einfach mit einem Messer.

SCHRITT 2
Erwärmen Sie nun einen Liter Wasser im Kochtopf und geben Sie die Seifenflocken sowie fünf Gramm Glycerin (etwa einen knappen Teelöffel) hinzu. Das Glycerin hilft, dass sich Seife und Wasser besser binden. Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht kocht, sondern sich nur erwärmt, bis sich die geraspelte Seife vollständig auflöst hat und dabei Seifenwasser entstanden ist.
Tipp: Falls Sie neutral riechende Kernseife verwenden, können Sie an der Stelle noch ein paar Tropfen Duftöl hinzugeben.

SCHRITT 3
Nehmen Sie nun das Seifenwasser von der Herdplatte und lassen Sie es für etwa 12 Stunden abkühlen. Stellen Sie den Topf einfach über Nacht raus auf dem Balkon. Alternativ können Sie ihn auch in den Kühlschrank stellen - bedenken Sie hier aber, dass sich die Seife erst wieder auf Raumtemperatur erwärmen muss, bevor Sie diese weiterbearbeiten können! Sonst kann die Seife unter Umständen zu flüssig werden.

SCHRITT 4
Nehmen Sie nun einen Stabmixer zur Hand und rühren Sie die Seife gut durch. Wenn Ihnen die Konsistenz danach noch zu fest erscheint, geben Sie einfach noch etwas Wasser hinzu und rühren Sie so lange weiter, bis die Masse die gewünschte Konsistenz erreicht hat.

SCHRITT 5
​Warten Sie nach dem Durchrühren mit dem Stabmixer ein wenig, bis sich der Schaum etwas gelegt hat. Nun können Sie die Flüssigseife in den Seifenspender geben – und fertig! Flüssigseife selber machen ist tatsächlich so einfach!

Richtig die Hände waschen: Darauf sollten Sie achten

Lange genug waschen
Als Faustregel gilt: Mindestens 20 Sekunden lang mit warmem Wasser und Seife waschen. Dr. Heidrun Thaiss von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erklärt: "Die Hände regelmäßig und gründlich zu waschen, kann den Übertragungsweg unterbrechen und das Infektionsrisiko deutlich verringern. Für wirksames Händewaschen ist es wichtig, die empfohlene Dauer von 20 bis 30 Sekunden beim Einseifen einzuhalten." 

Gründlich sein
Verteilen Sie das Wasser mit der Seife gründlich auf den Handinnenflächen, zwischen den Fingern und auf den Handoberflächen. Reiben Sie mit leichtem Druck auch entlang der Finger. Spülen Sie die Hände mit klarem Wasser ab.

Hände richtig abtrocknen
Dafür benutzen Sie am besten ein sauberes Tuch. Durch gründliches Abtrocknen werden auch die letzten Keime entfernt. Wichtig ist, Handtücher täglich zu wechseln. Wer zu lange das gleiche Handtuch benutzt, kann sich das Händewaschen eigentlich sparen. Da kann die Seife noch so gut sein.

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