Vorsicht vor dieser WhatsApp-Betrugsmasche

"Hallo Mama, ich habe eine neue Telefonnummer": Auf diese Betrugs-WhatsApp fällt wohl jede Mutter rein

Vorsicht vor Betrugs-Whatsapps: Kommt die Nachricht wirklich vom eigenen Kind? (Symbolbild)
Vorsicht vor Betrugs-Whatsapps: Kommt die Nachricht wirklich vom eigenen Kind? (Symbolbild)
© dpa, Sebastian Gollnow, scg vge sab wst

17. Juni 2021 - 11:56 Uhr

Wenn der WhatsApp-Hilferuf zur Abzocke wird

von Susanne Baller

Das Kind braucht Hilfe, das alte Telefon ist kaputt, es hat eine neue Nummer, kein Online-Banking und muss eine Überweisung machen. Aber: Es ist nicht das Kind, das schreibt. Es ist ein:e Betrüger:in, die WhatsApp zur Abzocke nutzt.

Betrüger täuschen Notfallsituation vor

Ist das Kind aus dem Haus, gibt es fast nur noch eins, was Eltern tun können: mit Geld aushelfen. Weder in der Ausbildung noch im Studium haben junge Erwachsene ausreichend Möglichkeiten, sich nebenbei so viel dazuzuverdienen, wie sie immer mal brauchen. Erst recht nicht, wenn ein (scheinbarer) Notfall eintritt, den sich kürzlich ein:e Betrüger:in zunutze machte: In einer WhatsApp an eine Mutter wurde mit einer "Hallo Mama"-Anrede ein Notfall simuliert – das alte Handy sei kaputt, daher die neue Nummer. Und nun stehe auch noch eine Überweisung an, doch das Online-Banking sei noch nicht wieder möglich. "Willst du das für mich bezahlen, wenn ich es am Montag zurückzahle?", lautete die konkrete Frage. Welche Mutter sagt da Nein?

Neue Telefonnummer, weil "Smartphone in die Toilette gefallen" sei

Viele Mütter werden gerade über WhatsApp ausgenutzt.
Die WhatsApp Betrugsmasche „Hallo Mama“ ist besonders fies.
© mimikama.at

Ein:e unbekannte Betrüger:in kontaktierte eine 49-jährige Frau aus dem bayrischen Roth. Es folgte eine Erklärung dafür, weshalb die WhatsApp-Nachricht von einer anderen Handynummer als der üblichen kam. Der "Tochter" sei das Smartphone in die Toilette gefallen. Die alte Nummer könne daher gelöscht werden. "Mit dieser oder ähnlich fingierten Geschichten gelingt es derzeit Betrügern, über den Messenger Geld von besorgten Eltern zu erlangen", schreibt der österreichische Verein Mimikama, der Falschmeldungen im Internet bzw. in den sozialen Medien auf den Grund geht.

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Wie können Sie sich vor solchen Messenger-Betrugsversuchen schützen?

Auf einem Handy sieht man das Icon des Messenger-Diensts WhatsApp.
Bei WhatsApp sind immer mal wieder verschiedene Betrugsmaschen im Umlauf.
© AP, Patrick Sison

Eltern möchten in einer Notsituation möglichst schnell reagieren. Das Kind braucht sie endlich mal wieder. Die Abnabelung ging ohnehin viel zu schnell. ABER: Exakt das ist die Falle, in die man zu laufen droht. Was ganz schnell für Aufklärung sorgen kann, ist ein Anruf bei der neuen Nummer – so viel Zeit muss sein! Falls niemand abnimmt, hilft höchst wahrscheinlich ein Anruf bei der ursprünglichen Nummer des "Kindes", die ziemlich wahrscheinlich tadellos funktioniert.

Das rät die Polizei falls Sie eine solche Betrugs-WhatsApp bekommen

Mimikama veröffentlichte eine Warnung der Polizei für Fälle dieser Art:

Überprüfen Sie die Sicherheits- und Datenschutzeinstellungen der von Ihnen genutzten Messenger-Diensten. Unbekannte Rufnummer können meist für direkte Kontaktaufnahmen gesperrt werden.

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst bei stern.de.