So gefährlich ist Trinken in der Schwangerschaft

Fetales Alkoholsyndrom: Christian (22) ist geistig behindert, weil seine Mutter trank

18. Februar 2019 - 9:31 Uhr

Jede vierte Frau trinkt in der Schwangerschaft

Christian ist deutlich kleiner, als es für seine 22 Jahre üblich wäre. Er hat Probleme beim Schreiben und Rechnen und auch körperliche Arbeit fällt ihm oft schwer. Weil seine Mutter in der Schwangerschaft Alkohol getrunken hat, leidet er heute unter den Spätfolgen, dem sogenannten Fetalen Alkoholsyndrom (FAS).

Fetales Alkoholsyndrom: Christian ist kein Einzelfall

Jedes Jahr werden in Deutschland bis zu 10.000 Kinder mit sogenannten "Fetalen Alkoholspektrumstörungen" (FASD) geboren. Zu dem Fetalen Alkoholsyndrom (FAS) kommt es, wenn die Mutter während der Schwangerschaft Alkohol konsumiert. Bereits geringe Mengen können das Syndrom bei Kindern auslösen. Der Alkohol kann über die Nabelschnur fast ungefiltert über das Blut der Mutter in den Blutkreislauf des Kindes gelangen. Studien zufolge trinkt jede vierte Frau in der Schwangerschaft. Viele davon allerdings in den ersten drei Monaten, in denen sie oft noch nichts von dem ungeborenen Kind wissen. Wie Christian heute mit seiner Krankheit lebt, erzählt er im Video.

Alkohol in der Schwangerschaft: Das können die Folgen sein

Durch den Alkoholkonsum können körperliche sowie geistige Schäden bei dem Embryo entstehen. Die Kinder wachsen im Mutterleib möglicherweise nicht mehr richtig und es kann zu Fehlbildungen, Herzfehlern oder Nierenfehlbildungen kommen. Besonders schlimm ist es, wenn das Gehirn nicht mehr richtig wächst: Die Kinder haben später häufig Probleme beim Lernen, sind hyperaktiv und können ihre Emotionen nicht steuern.