Polizei fasst vier Verdächtige in Hagen

Festnahmen nach Anschlagsdrohung gegen Hagener Synagoge

Polizeieinsatz nach möglicher Gefährdungslage an Synagoge in Hagen dauert weiter an.
Polizeieinsatz nach möglicher Gefährdungslage an Synagoge in Hagen dauert weiter an.
© dpa, Markus Kümper, htf

16. September 2021 - 11:26 Uhr

Mehrere Festnahmen in Hagen

In Zusammenhang mit der Anschlagsdrohung gegen die Synagoge in Hagen hat es heute Morgen mehrere Festnahmen gegeben. Dabei soll es sich um vier Syrer im Alter zwischen 16 und 20 Jahren handeln. Einer von ihnen soll am Busbahnhof in Hagen festgenommen worden sein. Es heißt, er sei dem Staatsschutz schon mehrfach aufgefallen. Das erfuhr RTL aus Sicherheitskreisen. Es könnte einen islamistischen Hintergrund geben. Der Polizeieinsatz läuft derzeit noch. Die Polizei schweigt zu den Ermittlungen. In diesen Stunden soll geklärt werden, ob der Fall vom Generalbundesanwalt übernommen wird.

Großeinsatz rund um Synagoge

Am späten Mittwochnachmittag hatten starke Polizeikräfte die Synagoge in der nordrhein-westfälischen Stadt abgeriegelt, nachdem es Hinweise auf eine "mögliche Gefährdungslage" gegeben hatte. Die Straße in der Hagener Innenstadt, an der die Synagoge liegt, wurde in 250 Metern Abstand gesperrt. Ein für Mittwochabend geplanter Gottesdienst zu Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, wurde kurzfristig abgesagt.

NRW-Innenminister spricht von ernster extremistischer Bedrohung

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach von einer ernsten extremistische Bedrohung. Bei einer Vereidigungsfeier junger Polizisten in Köln sagte Reul: "Es bestand die Gefahr eines Anschlags auf die Synagoge in Hagen. Ihre Kolleginnen und Kollegen haben das vermutlich verhindert." (dpa/abl)