Fenster zerbersten, Häuserfassade verformt

Massive Explosion in Männerwohnheim in Hamburg – Mehrere Verletzte

10.11.2022, Hamburg: Eine Drehleiter der Feuerwehr beleuchtet die verrußte und beschädigte Fassade des Gebäudes. Bei einer Explosion in einem Männerwohnheim für Bedürftige in Hamburg-Stellingen ist ein Mann am Donnerstagabend lebensgefährlich verletz
Explosion in Hamburger Männerwohnheim am Donnerstagabend gegen 22 Uhr.
jwp exa, dpa, Jonas Walzberg

Bei einer Explosion in einem Wohnheim für Bedürftige in Hamburg wird ein Mann lebensgefährlich verletzt. Fast 100 Bewohner müssen gerettet werden.

61-Jähriger lebensgefährlich verletzt

ARCHIV - 10.11.2022, Hamburg: Zerstörte Fenster und ein Riss in der Hausfassade. Bei einer Explosion in einem Männerwohnheim für Bedürftige in Hamburg-Stellingen ist ein Mann am Donnerstagabend lebensgefährlich verletzt worden. Foto: Jonas Walzberg/d
Die Fassade hat sich durch die Druckwelle verformt und nach außen gedrückt.
jwp exa, dpa, Jonas Walzberg

Ein unglaublicher Knall erschüttert am Donnerstagabend gegen 22 Uhr den Stadtteil Stellingen in Hamburg. In einem fünfstöckigen Männerwohnheim kommt es zu einer schweren Explosion. Es zerspringen Fenster, die Druckwelle verformt die Fassade, auf den Gängen liegen Trümmerberge. Durch die Explosion entsteht ein Feuer. Ein 61-Jähriger wird dabei schwer verletzt. Er erleidet lebensgefährliche Brandverletzungen und wird in eine Spezialklinik gebracht. Sieben weitere Männer kommen mit einer leichten Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus.

Ursache der Explosion noch unklar

„Insgesamt wurden 94 Personen aus dem Haus gerettet. Das ist unser Kenntnisstand im Moment“, erklärt das Lagezentrum der Hamburger Polizei auf RTL-Anfrage am Freitagmorgen. Die unverletzten Bewohner werden zunächst in Bussen untergebracht. „Mittlerweile sind sie in einer Notunterkunft in einer Turnhalle im Bezirk Altona untergebracht“, erklärt das Lagezentrum. Die Ursache der Explosion ist noch unklar. „Das wissen wir noch nicht. Momentan können wir überhaupt noch nichts sagen“, so die Polizei. Das Landeskriminalamt für Branddelikte habe nun die Ermittlungen übernommen.
Bei in dem Männerwohnheim leben männliche Wohnungslose und Flüchtlinge. Ob und wann das Gebäude wieder sicher betreten werden kann, wird noch untersucht. (dpa/nid)