„Widerliches Verhalten“

Sohn von Hasan Salihamidzic wehrt sich gegen Netz-Hetze

Nick Salihamidzic
Nick Salihamidzic
© picture alliance, Pressefoto Rudel/Herbert Rudel

23. April 2021 - 16:52 Uhr

Hass-Kommentare gegen Salihamidzic

Nick Salihamidzic, Sohn von Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic, hat auf Hetz-Kommentare gegen seinen Vater und die Familie reagiert. Der 18-Jährige sprach von "widerlichem" Verhalten und forderte: "Stoppt den Hass!"

"Lasst meine Mutter und Schwester da raus"

Das Machtduell zwischen Noch-Trainer Hansi Flick und Manager Hasan Salihamidzic hat in den vergangenen Wochen die Schlagzeilen beim FC Bayern dominiert. Für viele Fans ist "Brazzo" der Buhmann, mit dem angekündigten Abgang ihres Trainers sind sie unzufrieden. Einige sind derart angesäuert, dass sie gar eine Petition ins Leben gerufen haben (Stand Freitagmittag über 70.000 Unterschriften), die den Rauswurf von Salihamidzic und den Verbleib Flicks fordern.

Andere haben offenbar rote Linien überschritten. Nick Salihamidzic, der in der U19 der Bayern kickt, wehrt sich bei Instagram gegen die verbalen Attacken.

"Ich habe kein Problem damit, wenn ihr meinen Vater oder mich für Lügen attackiert, die Medien oder anderen Leute verbreitet haben. Wir kommen damit klar, aber lasst meine Mutter und Schwester da raus. Widerliches Verhalten, widerliche Leute, Fake Fans", schrieb er.

Nick weiter: "Wir sind alle Teil des FC Bayern. Wir sind nicht nur mit dem Klub verbunden, wir sind Fans und werden nirgendwohin gehen. Also fangt an, euch wie eine Familie zu benehmen und stoppt den Hass."

Auch seine Mutter meldet sich zu Wort

Zuvor hatte schon seine Mutter Esther den Netz-Hass öffentlich gemacht: "In den letzten Tagen bekomme ich sehr viele unschöne und sehr beleidigende Kommentare, die nichts mit meiner Arbeit und sich ausschließlich auf meinen Ehemann und seinen Job beziehen", schrieb sich auf dem Account ihres Münchner Yoga-Studios. "Man beleidigt ihn als Menschen und auch unsere ganze Familie wird gleich mit angegriffen. Ich möchte euch auf diesem Weg bitten, dies zu unterlassen, es ist unsachlich und hat auch nichts mit 'ich bin ein Fan' zu tun!"

Rückendeckung gab es zuletzt von Bayern-Präsident Herbert Hainer. "Der FC Bayern stellt sich geschlossen und mit Nachdruck gegen Anfeindungen in Richtung Hasan Salihamidzic. Persönliche Angriffe und Hetze verurteilen wir auf das Schärfste, dafür gibt es beim FC Bayern nicht den geringsten Platz."

Nick Salihamidzic war jüngst selbst zwischen die Fronten geraten. In der U17 der Bayern hat er unter Coach Miroslav Klose wenig Spielzeit erhalten, darüber soll sich sein Vater laut "Bild" beschwert haben. Das Verhältnis sei angespannt.

Doch für Nick steht jetzt erstmal die Gesundheit im Vordergrund. Der Rechtsverteidiger ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte der FCB am Freitag der "Bild". Hasan Salihamidzic muss laut Clubangaben allerdings nicht in Quarantäne. Er sei nicht enge Kontaktperson entsprechend der RKI-Vorgaben.

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