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Familien können jetzt Baukindergeld beantragen: So geht’s!

Familie mit einem Kind in neuem Zuhause mit symbolischem Dach über dem Kopf.
Familien können sich den Traum vom eigenen Haus nun vielleicht erfüllen. © iStockphoto, evgeny atamanenko

Wird der Traum vom Eigenheim endlich wahr?

Viele Menschen träumen vom eigenen Haus oder einer eigenen Wohnung. Vor allem für Familien rutscht dieser Wunsch nun in greifbare Nähe. Ab heute können Sie das sogenannte Baukindergeld beantragen und erhalten pro Kind 12.000 Euro staatliche Förderung fürs Eigenheim. Wir verraten Ihnen, wie und unter welchen Voraussetzungen Sie Baukindergeld beantragen können.

Wer kann Baukindergeld beantragen?

Die Förderung richtet sich – wie der Name schon sagt – an Familien oder Alleinerziehende mit mindestens einem Kind mit Kindergeldanspruch. Sie können das Baukindergeld rückwirkend für Kaufverträge oder Baugenehmigungen beantragen, die Sie seit Januar 2018 unterzeichnet haben.

Allerdings dürfen Paare oder Einzelpersonen zusammen nicht mehr als 75.000 Brutto plus einen Freibetrag von 15.000 Euro pro Kind verdienen. Also mit einem Kind darf das Bruttohaushaltseinkommen 90.000 Euro nicht übersteigen, bei zwei Kindern 105.000 Euro und bei drei Kindern 120.000 Euro. Als Grundlage bei einem Antrag in 2018 gelten die Steuererklärungen der beiden abgeschlossenen Vorjahre, also derzeit entsprechend 2015 und 2016.

Die Kinder müssen mit in dem geförderten Haushalt leben und Sie dürfen keine anderen Immobilien besitzen. Im besten Falle wohnen Sie zum Zeitpunkt des Antrags bereits in der gekauften oder selbstgebauten Immobilie.

Wie viel Baukindergeld bekommen Sie?

Pro Kind stehen Ihnen 12.000 Euro Baukindergeld zu, die über zehn Jahre in jährlichen Raten von je 1.200 Euro ausgezahlt werden.

Wo wird Baukindergeld beantragt?

Das Baukindergeld wird bei der KfW-Bank beantragt. Sie können, sofern Sie einen Kaufvertrag oder die Baugenehmigung vorliegen haben, ab dem 18. September 2018 online den Antrag stellen unter www.kfw.de/baukindergeld.

Sie benötigen für den Antrag also:

- Kaufvertrag oder Baugenehmigung

- Steuererklärungen von 2015 und 2016

- Nachweis über den Bezug von Kindergeld

- Erklärung zum Ersterwerb einer selbstgenutzten Immobilie

- Meldebestätigung von allen Familienmitgliedern für die

neue Wohnadresse

Was, wenn Sie kurz vorher eine Immobilie gekauft haben?

Besonders ärgerlich ist die Regelung für Familien, die eigentlich Anspruch auf die Förderung hätten, aber bereits 2017 einen Kaufvertrag oder eine Baugenehmigung abgeschlossen haben. Da die rückwirkende Beantragung nur für ab Januar 2018 gekaufte Immobilien gilt, haben einige Familien bereits eine Petition gestartet, die Sie hier unterzeichnen können.

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