Zoll beschlagnahmt mehr als 95.000 Fake-Calvin Klein Boxershorts

Diese Fälschung ging in die (Unter)Hose

So sahen die gefälschten Boxershorts aus, die vom Zoll gefunden und vernichtet wurden.
So sahen die gefälschten Boxershorts aus, die vom Zoll gefunden und vernichtet wurden.
Hauptzollamt Hamburg

In 216 Kartons kamen 95.006 Fake-Höschen aus China in Hamburg an. Das Zollamt nahm die Ladung hops. Sich erwischen zu lassen – nicht der einzige Fehler der Fälscher.

„Ghlain Klain“ anstatt Calvin Klein

Breites Bündchen, darauf die Initialen „CK“ – eigentlich ist das das Markenzeichen der Unterhosen des Modelabels Calvin Klein. Bloß steht auf den Damen- und Herren-Unterbuxen, die der Zoll vor einem Monat in mehreren Containern gefunden hat, etwas anderes. „Ghlain Klain“ ist auf den Fälschungen zu lesen. Und aus dem „C“ wurde ein – kaum als solches zu erkennendes – „G“. Das klingt nicht nur doof, sondern bringt auch nichts. Denn: Das Design ist eindeutig an die Original-Marke angelehnt, auch wenn das die Aufschrift nur mit viel Fantasie erkennen lässt.

Nicht nur Fake-Klamotten, auch gefälschtes Parfum

„Geringfügige Änderungen am Produkt reichen eben nicht aus, um sie als eigene Kreation verkaufen zu können“ so Pressesprecherin Kristina Severon. „Wir vom Zoll achten darauf, dass erfolgreiche Designs vor Nachmachern geschützt werden.“ Der Fund ist keine Seltenheit. Schätzungsweise rund zwei Mal pro Monat stellt der Zoll laut Severon gefälschte Ware sicher. Im Jahr 2021 wurden der Jahresstatistik des Zolls nach 18.826 Waren im Wert von 315,06 Millionen Euro beschlagnahmt. Die Pressesprecherin des Hauptzollamts zu RTL: „Wir finden zum Beispiel gefälschtes Parfum oder auch Harry-Potter-Umhänge. Sowohl in großem Stile als auch bei privaten Bestellungen.“

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Eine Strafe droht den Fälschern nur, wenn die Original-Marke dem nachgeht

Die für den albanischen Markt bestimmten Unterhosen wurden vernichtet. Eine Strafe droht den Fälschern nur, wenn die Original-Marke das Ganze weiter verfolgt. „Die weitere Vorgehensweise und die Strafmaßnahmen werden primär vom Markenrechtsinhaber bestimmt“, so Severon im Gespräch mit RTL. (sis)