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Ex-Basketballstar Dirk Nowitzki zu Tränen gerührt - schon vor der Trikot-Ehrung

Dallas Mavericks werden seine Nummer nicht mehr vergeben

Schon vor Trikot-Zeremonie: Ex-Basketballstar Dirk Nowitzki zu Tränen gerührt

Club ehrt Nowitzki mit Trikot-Zeremonie

Bei dieser besonderen Ehrung kommen Ex-Basketballstar Dirk Nowitzki schon im Vorfeld fast die Tränen: Das Trikot des ehemaligen Superstars der Dallas Mavericks wird in der Nacht zum Donnerstag unter die Hallendecke gezogen. Seine Rückennummer, die 41, vergibt der Club nicht mehr. Eine riesige Sache, die den 43-Jährigen ganz emotional werden lässt. Was Nowitzki besonders rührt, zeigen wir im Video.

Nowitzki "unfassbar stolz"

„Ein Traum wird wahr", sagte der größte deutsche Basketballer in Erwartung der feierlichen Trikot-Zeremonie zu seinen Ehren. Eigentlich sei er ein Typ, der das Rampenlicht nicht so mag. "Aber es macht mich unfassbar stolz, dass meine tolle Zeit bei den Dallas Mavericks so gewürdigt wird", so der gebürtige Würzburger, der 21 Jahre für die Mavs spielte und mit dem Team 2011 die Meisterschaft gewann.

Es ist nicht die erste große Ehrung für den Deutschen: In der texanischen Metropole ist schon eine Straße nach ihm benannt worden, auch eine Statue wird der langjährige Nationalspieler vor dem American Airlines Center erhalten, in dem er aufgetrumpft hat wie kein anderer Spieler.

"Ich hoffe, das ist die letzte Ehrung“, scherzte Nowitzki. „Die Straße, die Statue, die Nummer... Ihr kennt mich, das ist ein bisschen viel Rampenlicht für mich", erklärte er am Dienstag bei einer Pressekonferenz: "Ich hoffe, es wird nicht zu emotional. Ich bin mir aber sicher, dass einige der Videos mich emotional werden lassen. Die Mavs werden etwas im Ärmel haben, ich will mich im Moment verlieren."

ARCHIV - 12.06.2011, USA, Miami: Basketballer Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks hält den Pokal für den wertvollsten Spieler nach dem Gewinn der NBA-Meisterschaft am 12.06.2011 in Miami.       (zu dpa "NBA-Meister, Vize-Europameister und Fahnentr
Dirk Nowitzki holte mit den Dallas Mavericks 2011 nicht nur die Meisterschaft, sondern wurde auch als wertvollster Spieler der Finalserie ausgezeichnet.
jgm uw nic jhe pre, dpa, Larry W. Smith

Die Bilder der Meisterschaft von 2011 werden sicher noch einmal über den Videowürfel flackern, wenn der im April 2019 zurückgetretene Ausnahmespieler nach der Partie der Mavs gegen die Golden State Warriors gefeiert wird.

Nowitzki führt die Statistiken der Mavs nach wie vor in Sachen Punkte, Spiele, Starts, Einsatzminuten, Rebounds, 3-Punkte-Würfe, Freiwürfe und Blocks an und liegt mit 31.560 Punkten als bester Ausländer auf Platz sechs der ewigen Bestenliste der Eliteliga.

Heute ist der 43-Jährige Berater des Clubs und verfolgt die Entwicklung unter seinem Nachfolger Luka Doncic, mit dem er noch eine Saison gemeinsam gespielt hat und sich bestens versteht.

"Jedes Mal, wenn ich ihm den Ball zuspielte, wusste ich, dass ich einen Assist bekommen würde, weil er nicht danebenwerfen konnte", sagte Doncic den Dallas Morning News. Auch der wertvollste Spieler der vergangenen Saison, Nikola Jokic von den Denver Nuggets, huldigte Nowitzki. "Basketball-technisch war er wirklich wie ein Killer", sagte der Serbe: "Er hatte diesen Instinkt. Er konnte dir 40, 50 Punkte einschenken, er war nicht zu stoppen."

Mit seiner Entwicklung zum absoluten Superstar in der Liga hatte Nowitzki selbst nicht gerechnet. "Im ersten Jahr hätte die Stadt noch nicht einmal eine Müllhalde nach mir benannt", so der Würzburger, der seine ganze NBA-Karriere im Trikot der Mavs spielte, einst mit seinem typischen verschmitzten Gesichtsausdruck. Auch für seinen Humor und seine Bodenständigkeit lieben die Amerikaner die deutsche Basketballikone und freuen sich, auf diesen emotionalen Abschied. (lhö/sid)