Was war denn da los?

Sechs Wechsel? Kein MEGA-Fail der Glasgow Rangers!

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Ein paar sehr aufmerksame Fans waren am Mittwochabend überrascht: Die Glasgow Rangers wechselten beim dramatisch verlorenen Europa-League-Finale gegen Eintracht Frankfurt sechs Spieler ein und aus. Kann das denn sein? Oder hatte der Schiedsrichter einen schweren Fehler übersehen?

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Bittere Pointe für die Rangers

Die Antwort ist einfach: Alles ist richtig gelaufen! Bereits vor zwei Jahren war von FIFA und UEFA für ihre Wettbewerbe eine entsprechende Regel verabschiedet worden. Es gab im Zuge der Pandemie mehrere kleine Anpassungen. Eine davon erlaubt es Mannschaft m Europapokal, einen
sechsten Mann einzuwechseln. Allerdings gibt es für die zusätzliche Option strenge Einschränkungen.

Dass mittlerweile fünf Wechsel erlaubt sind, ist allgemein bekannt. Diese dürfen an drei Zeitpunkten während des Spiels getätigt werden (Pausen sind ausgenommen). Das soll ein mögliches Zeitspiel als taktisches Mittel zur Verzögerung verhindern. Der sechste Wechsel ist dann erst in der Verlängerung möglich.

Die Rangers machten davon in der 117. Minute Gebrauch. Mit Kemar Roofe und Aaron Ramsey kamen gleich zwei Joker (das Kontingent war nicht ausgeschöpft). Während Roofe die Mega-Chance von Ryan Kent in der Verlängerung vorbereitet hatte, vergab Ramsey den einzigen Strafstoß im finalen Duell vom Punkt. Was für eine bittere Geschichte für die walisische Legende.

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Mark van Bommel lernt auf die harte Tour

Ursprünglich war die Erhöhung von drei auf fünf Wechsel pro Spiel eine zeitlich begrenzte Reaktion auf Spielverschiebungen und Corona-bedingte Ausfälle in den Kadern der Teams und sollte "dem Wohlbefinden der Spieler, vor allem wenn Wettbewerbe nach Unterbrechungen mit einem dicht gedrängten Kalender fortgesetzt werden" dienen. Immer wieder war die Ausnahmeregelung verlängert worden, aktuell gilt sie bis zum Jahresende.

Inzwischen ist klar, dass die Ausnahme zur Regel wird: Die Regelhüter des International Football Association Boards (IFAB) hatten im März beschlossen, das erweiterte Wechselkontingent auch
weiter beizubehalten, da die internationalen Ligen längst wieder weitestgehend in den fußballerischen Regelbetrieb zurückgekehrt sind.

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Die Regel, dass eine Verlängerung den Trainern eine zusätzliche Auswechseloption bringt, gilt übrigens nicht bei DFB-Wettbewerben. Das mussten der VfL Wolfsburg und Trainer Mark van Bommel auf die harte Tour im Sommer 2021 lernen: Im Erstrundenspiel im DFB-Pokal bei Preußen Münster wechselte van Bommel beim Stande von 1:1 zum sechsten Mal - und verlor so das Spiel am Grünen Tisch und später auch noch seinen Job.

Dabei hieß es in den Durchführungsbestimmungen des DFB doch unmissverständlich, dass „auch in der kommenden DFB-Pokalsaison fünf Auswechselungen möglich“ seien. "Während des Spieles dürfen fünf Spieler ausgetauscht werden. Eine darüber hinaus gehende zusätzliche Auswechslung bei Spielen mit Verlängerung ist nicht zulässig." Also: Das DFB-Pokalfinale hätten die Glasgow Rangers mit einer sechsten Einwechslung in der Verlängerung wohl auch ohne Niederlage im Elfmeterschießen verloren. (tno)

DIE RÜCKKEHR DER EURO-ADLER - RTL ist live dabei!

m Donnerstag-Abend werden die Europa-Helden von Eintracht Frankfurt zurück in der Heimat erwartet, wo RTL sie in Empfang nehmen wird. Ab 18 Uhr zeigen wir auf RTL.de und RTL+ die Rückkehr der Adler im Livestream. ntv zeigt ab 20 Uhr die große Party am Römer live im TV, bei RTL gibt es ab 20.15 Uhr ein RTL Aktuell Spezial.