RTL News>

EuroLeague: Roter Stern Belgrad boykottiert Anti-Kriegs-Protest, gnadenlose Pfiffe und Buhrufe in Litauen

Eklat vor Basketballspiel in Litauen

Serben boykottieren Anti-Kriegs-Protest, kassieren dafür Pfiffe und Buhrufe

Gnadenlose Buhrufe und Pfiffe gegen das serbische Team von Roter Stern Belgrad. Vor dem Auswärtsspiel beim litauischen Club Zalgiris Kaunas weigern sich die Serben, ein „Stop War“-Banner hochzuhalten. Die Reaktion der Zuschauer sehen Sie oben im Video.

Roter Stern Belgrad gnadenlos ausgepfiffen

Den Aufreger der EuroLeague-Partie gibt es schon vor dem Hochball. Die Profis von Zalgiris Kaunas entrollen das Plakat mit ukrainischen Farben und der Aufschrift „Stop War“ gegen den russischen Krieg in der Ukraine. Das Schiedsrichter-Trio nimmt das Plakat ebenfalls entgegen – nur die Serben wollen partout nicht mitmachen. Stattdessen blicken die Spieler stumm drein.

Die Zuschauer in der Arena reagieren mit lauten Buhrufen und Pfiffen gegen Roter Stern. Das Spiel entscheiden die Hausherren dann für sich (103:98).

Aktion vom Club gewollt

Aaron White, Spieler in Reihen von Roter Stern, erklärte nach dem Spiel, dass die Aktion seitens des Clubs vorgegeben worden sei. „Als Team wurde uns gesagt, dass wir die Flagge nicht berühren sollten. Ich möchte klarstellen, dass ich den Krieg nicht unterstütze und Frieden in unserer Welt will", schrieb der Amerikaner bei Twitter.

In Serbien gab es nach Kriegsbeginn Proteste für den russischen Staatschef Wladimir Putin. Es herrscht vielerorts eine pro-russische Stimmung. An Sanktionen gegen Russland beteiligt sich die Regierung nicht. Immer wieder kam es im Sport zu pro-russischen Aktionen der Fanszenen oder auch „Russland“-Sprechchören. Zwischen einzelnen serbischen und russischen Mannschaften bestehen Fan-Freundschaften.

Zalgirirs Kaunas ist in der zweitgrößten Stadt Litauens beheimatet. Litauen sowie die anderen baltischen Staaten kritisieren den Angriffskrieg Russlands scharf. Die Angst vor einer russischen Invasion in das Baltikum ist groß. Litauen ist seit 2004 Mitglied der Nato. (msc)