Bayern-Boss

Hainer: Haaland-Frage "stellt sich nicht"

Erling Haaland steht bei vielen Clubs hoch im Kurs
Erling Haaland steht bei vielen Clubs hoch im Kurs
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13. Oktober 2021 - 21:14 Uhr

Hainer: Wir haben doch Lewandowski

Spekulationen und Transfer-Gerüchte – das ist wahrlich nichts neues – gehören zum Fußball wie verschossene englische Elfmeter. Dementsprechend wird Wunderstürmer Erling Haaland von Borussia Dortmund (neben spanischen und englischen Clubs) auch immer wieder mit Bundesliga-Primus Bayern München in Verbindung gebracht. Und schon berichtet eine Boulevard-Zeitung davon, dass Robert Lewandowski aufgrund der Haaland-Gerüchte Frust schiebe. Bayern-Boss Herbert Hainer bezieht Stellung. Der norwegische or-Wikinger und München? I wo!

Finanzielle Schmerzgrenze eher niedrig

Die Frage, ob der deutsche Fußball-Rekordmeister den norwegischen Ausnahmestürmer finanzieren könne, "stellt sich bei uns nicht", sagte Hainer der Süddeutschen Zeitung: "Wir haben in Robert Lewandowski den amtierenden Weltfußballer, der jede Saison Tore schießt wie kein Zweiter."

Mit anderen Worten: Selbst wenn die Bayern Interesse an Haaland haben sollten – ihre finanzielle Schmerzgrenze in einem möglichen Wettbieten mit der europäischen Konkurrenz wäre relativ früh erreicht.

Herbert Hainer
Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern München
© deutsche presse agentur

Hainer sicher: Kontrollsystem kommt

Grundsätzlich sei der Verein weiterhin bereit, trotz der durch die Corona-Pandemie verschuldeten geringeren Einnahmen zu investieren, sagte Hainer ("Aber klar!"). Doch in der aktuellen Situation schaue man "natürlich umso mehr, wie du deine Ausgaben gestaltest."

Diese Herangehensweise wäre nach Sicht des Bayern-Präsidenten auch für andere Vereine ratsam. Immer weniger Clubs hätten "ein gesundes Polster. Das kann so nicht weitergehen", sagte der 67-Jährige: "Insofern ist mein Fokus eher, wie wir die Klubs und letztlich den Fußball schützen. Wie wir verhindern, dass Klubs pleitegehen, wenn sich diese Spirale des Geldes immer weiterdreht, wenn die Mannschaft immer mehr kostet, die Berater immer mehr aus dem System rausziehen."

Dafür benötige es ein Kontrollsystem, das das Wirtschaften der Vereine überwache und notfalls auch sanktioniere. Er sei sicher, betonte Hainer, dass ein solches System künftig eingeführt werde.

Zudem bezeichnete der frühere Adidas-Vorstandsvorsitzende den FC Bayern als einen "Influencer". Es müsse allen "bewusst sein, dass der Verein für den Sport, die Gesellschaft und das soziale Gefüge eine große Rolle spielt." Er wolle dazu beitragen, dass "der Verein sportlich, wirtschaftlich, aber auch gesellschaftlich als ein Vorbild wahrgenommen wird." (sid/mar)