Britin muss über 23 Jahre hinter Gitter

Frau (28) tötet Mitbewohnerin, weil sie keinen Sex wollte

Weil sie Sex mit ihr abgelehnt hat, hat eine junge Frau in England ihre 28-jährige Mitbewohnerin getötet.
Weil sie Sex mit ihr abgelehnt hat, hat eine junge Frau in England ihre 28-jährige Mitbewohnerin getötet.
© West Midlands Police

06. Mai 2021 - 9:28 Uhr

Urteil in England gefallen: Lebenslange Haftstrafe für Gareeca G. (28)

Vier Mal stach Gareeca G. (28) mit einem Messer auf ihre gleichaltrige Mitbewohnerin Phoenix N. ein und ließ sie verbluten. Dann kaufte sie eine Kreissäge und zerstückelte die Leiche in sechs Teile. Das Motiv für die schreckliche Tat: G. wollte ihr Opfer zum Sex zwingen. Weil die Mitbewohnerin sich weigerte, musste sie mit dem Leben zahlen. Jetzt wurde G. von einem englischen Gericht in Bristol zu mindestens 23 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Gareeca G. (28) schickte Nachrichten vom Handy ihres Opfern

Wochenlang glaubten Angehörige und Freunde, dass Phoenix N. noch lebt. Ihre Mörderin hatte sich ihr Smartphone geschnappt und mit ihren Kontakten über WhatsApp geschrieben, nachdem sie sie mit vier Messerstichen ermordet hatte. Das geschah am 16. April letzten Jahres. Die beiden Frauen lebten zusammen in einem Frauenwohnheim.

G. habe damals von der 28-Jährigen Sex verlangt und sei aggressiv geworden, als sie ablehnte, schreibt die britische "Daily Mail". Eine Nachbarin erzählt vor Gericht, wie sie an dem Morgen Schreie auf dem Gelände hörte. Es waren die Hilferufe von N., die mit vier Stichverletzungen in einer Blutlache lag und starb. Am nächsten Tag bestellte sich G. eine Kreissäge auf ihr Zimmer und zerstückelte die Leiche in sechs Teile. Diese verstaute sie in zwei Koffer und versteckte sie auf dem Gelände des Wohnheims in Birmingham.

G. wegen Verstoß gegen die Ausgangssperre erwischt

​​​​​Die 28-jährige Mörderin gaukelte N.s Angehörigen und Freunden vor, ihre Mitbewohnerin habe die Stadt verlsassen und sei nach London gezogen. Sie habe sogar Sprachnachrichten bearbeitet und diese an N.s Kontakte weitergeleitet. Ihre Sachen habe sie in mehrere Müllsäcke gepackt und diese in der ganzen Stadt verteilt. Sie habe sich viel Mühe gegeben, den Mord zu vertuschen, erklärte die Richterin am Dienstag. ​​​​​​

Knapp einen Monat nach der schrecklichen Tat, am 12. Mai 2020, wurde G. durch einen Zufall gefasst. Polizisten hatten sie in der Nähe eines Waldes angehalten, weil sie gegen die Ausgangsbeschränkung wegen der Corona-Pandemie verstoßen hatte. Die 28-Jährige hatte zwei Koffer in der Hand, darin fanden die Ermittler Leichenteile des Opfers. Gareeca G. wollte sie im Wald vergraben. G. wurde umgehend festgenommen – und am Dienstag gut ein Jahr nach dem Mord zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. 23 Jahre und sechs Monate wird sie mindestens hinter Gitten verbringen, so das Urteil.

mor

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