Wegen "Explosion" in der Brust während der Geburt

Emotionales Treffen: Mutter sieht eine Woche altes Baby zum ersten Mal

Bilder eines emotionalen Treffens - endlich können sich Mama und Baby nah sein.
Bilder eines emotionalen Treffens - endlich können sich Mama und Baby nah sein.
© Jam Press

10. Januar 2022 - 10:28 Uhr

"Es ist ein Wunder, dass wir überlebt haben"

Für jede Frau wäre es ein Albtraum: Komplikationen während der Geburt. Und noch schlimmer: Das Baby nach der Geburt nicht sehen zu können. Genau diese Erfahrung musste Jamie Miller aus dem US-Bundesstaat Illinois jetzt erleben. Die 39-Jährige hatte eine Fruchtwasserembolie - eine seltene, aber gefährliche und sogar tödliche Geburtskomplikation – und konnte ihr Neugeborenes erst nach einer Woche in die Arme nehmen.

"Ich weiß, dass es ein Wunder ist, dass wir beide wahrscheinlich ohne körperliche Auswirkungen überlebt haben", erzählte Jamie jetzt gegenüber der "Jam Press".

Eine "Explosion" in der Brust

Jamie hatte mit ihren 39 Jahren ein höheres Risiko auf Komplikationen, allerdings sei ihre Schwangerschaft ganz normal verlaufen. Bis zum Tag vor der Geburt, habe sie sogar noch gearbeitet – und zwar als Krankenschwester. Auch als ihre Fruchtblase platzt, sei alles normal gewesen.

Doch das hat sich offenbar schlagartig geändert. "Ich habe die Krankenschwester gebeten, mir bei meiner Liegeposition zu helfen. Und als sie mich auf die linke Seite gedreht hat, spürte ich eine Explosion in meiner Brust. Es fühlte sich an an, als würde jede Zelle meines Körpers an eine Stelle, mitten in meine Brust, wandern. Es war ein Schmerzen, den ich noch nie erlebt hatte", sagte sie "Jam Press". Daraufhin hätte sie Blut erbrochen und immer wieder das Bewusstsein verloren. Die Ärzte erkannten die Notsituation und hätten sofort gewusst, dass es sich hierbei um eine Fruchtwasserembolie handele.

Junge atmete nach Geburt nicht

Michael im Krankenhaus.
Der kleine Michael atmete bei der Geburt nicht und musste wiederbelebt werden.
© Jam Press

Die Ärzte hätten sofort einen Notkaiserschnitt begannen. Dann aber der große Schock: Als der kleine Michael zur Welt kam, atmete er nicht. Sie mussten ihn wiederbeleben und in ein nahegelegenes Kinderkrankenhaus überweisen – nachdem die Ärzte den Zustand des Neugeborenen stabilisierten, erzählte die Mutter, die während der Geburt mit Schlafmitteln betäubt war.

Währenddessen hätten die Ärzte lange versucht, Jamies Blutungen zu stoppen. "Mir wurde gesagt, ich hätte die Blutprodukte des Krankenhauses aufgebracht und die Ärzte haben sogar welche von anderen Krankenhäusern zukommen lassen." Nach ein paar Stunden sei Jamie auf der Intensivstation wach geworden und hätte sich an nichts erinnern können. "Ich schlief immer wieder ein und wenn ich wieder wach war, fragte ich die Krankenschwester, was passiert war. Manchmal dachte ich immer noch, ich sei schwanger", sagte die 39-Jährige.

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Das erste Treffen zwischen Mama und Baby

Sieben Tage lang dauerte es, bis Jamie ihren Sohn endlich sehen und in die Arme nehmen durfte. Aber sie hätte große Angst gehabt vor diesem Treffen, wie sie erzählte. "Ich befürchtete, er würde nicht wissen, wer ich war. Ich fühlte mich nicht gesund genug, um mich um ihn zu kümmern." Außerdem hätte sich die Mutter Sorgen gemacht, dass sie dem Baby Schaden zugefügt habe. "Aber sobald ich ihn sah und er in meine Arme gelegt wurde, war es so, als wäre keinem von uns etwas passiert. Ich war so verliebt und er war so süß."

Schwerer Schicksalsschlag mit Happy End

Jamie, Michael und der Rest der Familie sind Zuhause.
Mittlerweile geht es Jamie und ihrem Baby gut und die Familie erholt sich von dem Drama.
© Jam Press

Mittlerweile ist der kleine Michael schon drei Monate alt und ihm und seiner Mama geht es sehr gut. Die Familie inklusive Papa und der 14-jährige Bruder könnte nicht glücklicher sein und genieße dieses kleine Wunder jetzt umso mehr. (dbö)