Eine Reise mit gemischten Gefühlen

Nach tödlichem Horrorcrash: Emotionale Spa-Rückkehr von Juan Manuel Correa

Juan Manuel Correa.
Juan Manuel Correa.
© Getty Images, Bongarts, WTM / WTM

25. August 2021 - 12:36 Uhr

"Werde Anthoine das ganze Wochenende im Kopf haben"

Rückkehr an einen Ort, an dem Schlimmes passierte! Der vor zwei Jahren in den tödlichen Unfall des Franzosen Anthoine Hubert verwickelte Juan Manuel Correa kehrt mit gemischten Gefühlen auf die Unglücksstrecke von Spa-Francorchamps zurück. "Ich werde Anthoine das ganze Wochenende im Kopf haben und es wird sicher sehr emotional, aber das Leben ist so und ich habe mich lange auf diese Rückkehr vorbereitet", sagte der 22-Jährige und ergänzte: "Ich fühle mich bereit."

Correa erlitt selbst schwerste Verletzungen

Der in Ecuador geborene Amerikaner war am 31. August 2019 in einen verheerenden Crash verwickelt, bei dem er dem bereits verunglückten Formel-2-Wagen von Hubert nicht mehr ausweichen konnte. Correa krachte mit fast 218 Stundenkilometern in das Auto des 22-Jährigen, der den Unfall nicht überlebte. Correa selbst erlitt schwerste Verletzungen und musste monatelang behandelt werden. Vor einem Jahr fuhr Correa die Unglücksstelle in seinem Rollstuhl ab, nun steuert er erstmals wieder einen Rennwagen über den Kurs in den Ardennen.

Correa, der seinen Freund Hubert mit einem Logo auf dem Helm würdigt, fährt in diesem Jahr in der Nachwuchsrennserie Formel 3 für das Team ART Grand Prix. "Nach dem was passiert ist, ist Spa natürlich besonders. Es wird nie nur ein weiteres Rennen sein", sagte Correa, der sich im Simulator intensiv auf das Wochenende vorbereitet hat. In der Formel 3 stehen in Belgien drei Rennen auf dem Programm, am Freitag geht es mit Training und Qualifikation los. (tno/dpa)