Würfel in EM-Gruppe A gefallen

Italien und Wales feiern Achtelfinal-Einzug, Schweiz darf hoffen

20. Juni 2021 - 23:14 Uhr

Die Eidgenossen brauchen dringend Schützenhilfe

Trotz B-Elf gewonnen: Die italienische Fußball-Nationalmannschaft hat sich als Gruppensieger für das Achtelfinale der Fußball-EM qualifiziert. Die Auswahl von Nationaltrainer Roberto Mancini gewann am Sonntag mit 1:0 (1:0) gegen Wales, das sich als Gruppenzweiter dennoch für die K.o.-Runde qualifizierte. Die Schweiz kann nach dem 3:1 (2:0) gegen den Gruppenletzten Türkei auf den Sprung ins Achtelfinale als einer der vier besten Gruppendritten hoffen.

Italien? Unschlagbar!

Italien hat seine beeindruckende Erfolgsserie fortgesetzt. Matteo Pessina (39.) erzielte das Tor für die Italiener, die seit 30 Spielen ungeschlagen sind und damit ihren Rekord aus den 30er-Jahren einstellten. Die Waliser, bei denen Ethan Ampadu wegen groben Foulspiels (55.) die Rote Karte erhielt, hatten bei der EM 2016 sensationell das Halbfinale erreicht.

Matteo Pessina (39.) brachte die Italiener in Rom in Führung. Der Waliser Ethan Ampadu sah nach einem Foulspiel die Rote Karte (55.). Ihr Achtelfinale bestreitet die Squadra Azzurra am 26. Juni in London, Wales spielt am gleichen Tag in Amsterdam. Die Gegner stehen noch nicht endgültig fest.

Schweiz schickt die Türkei heim und hofft

Kunstschütze Xherdan Shaqiri hat die Schweiz im Schicksalsspiel zum erlösenden ersten Sieg bei der Fußball-EM geführt und damit die Chance aufs Weiterkommen gewahrt. Im von Nationaltrainer Vladimir Petkovic zum "Spiel der letzten Chance" deklarierten Duell um Platz drei in der Gruppe A mit der Türkei leistete der frühere Bayern-Star mit einem Doppelpack seinen Beitrag zum 3:1 (2:0) der Eidgenossen - und zeigte nach enttäuschendem Auftakt eine überragende Leistung.

Die Schweizer müssen nun auf Schützenhilfe hoffen, um als einer der vier besten Gruppendritten den Sprung unter die besten 16 Teams zu schaffen. Der frühere Frankfurter Haris Seferovic (6.) und Shaqiri (26./68.), der unter anderem ein Traumtor aus 20 Metern erzielte, sorgten zwar für etwas Erleichterung, doch die "Nati" ließ einen höheren Erfolg für den direkten Achtelfinal-Einzug leichtfertig liegen. Für die Türken, für die Irfan Can Kahveci (62.) traf, ist das Turnier dagegen nach drei uninspirierten Auftritten beendet.

Haris Seferovic (6.) brachte in Baku die Schweiz in Führung, Xherdan Shaqiri (26. und 68.) legte nach. Irfan Can Kahveci (62.) erzielte das zwischenzeitliche 1:2 aus Sicht der Türkei. (dpa/sid/ana)