Dänen geben erfreuliches Eriksen-Update

"Es war das Schönste für mich, Christian lachen zu sehen"

13. Juni 2021 - 17:20 Uhr

Gute Nachrichten von Eriksen

Der Tag nach dem Drama! Etwa 20 Stunden, nachdem Christian Eriksen beim EM-Spiel zwischen Dänemark und Finnland (0:1) zusammengebrochen war und von den Ärzten reanimiert werden musste, haben die Dänen in einer Pressekonferenz ein Update über den Gesundheitszustand ihres Superstars gegeben. Und die wichtigste Nachricht bleibt bestehen: Eriksen ist nach wie vor auf einem guten Weg.

Alle Tests mit gutem Ergebnis

Eigentlich hatte Dänemark alle Aktivitäten für den Sonntag abgesagt, sowohl Training als auch Medienaktivitäten sollte es am Tag nach dem Eriksen-Drama nicht geben. Kurzfristig entschloss sich das Team jedoch, ein Update zu geben – und zwar ein erfreuliches.

Eriksen gehe es "den Umständen entsprechend okay. Sein Zustand ist weiter stabil", sagte der dänische Mannschaftsarzt Morten Boesen. Alle medizinischen Tests bei dem 29-Jährigen seien bereits absolviert worden. "Sie waren gut", sagte Boesen. Zu den genauen Ursachen für den Kollaps könne er aber noch nichts sagen.

Erneutes Video-Telefonat zwischen Mannschaft und Eriksen

Sportdirektor Peter Möller erzählte, dass das gesamte dänische Team am Sonntag eine Videokonferenz mit Eriksen im Krankenhaus abgehalten habe. "Das war eine riesige Erleichterung für die Spieler, die Möglichkeit zu haben, mit Christian zu sprechen", sagte er. "Es war das Schönste für mich, Christian lächeln zu sehen", ergänzte Trainer Kaspar Hjulmand.

Es war bereits der zweite direkte Kontakt der Mannschaft zu Eriksen. Der Mittelfeldspieler hatte seine Mannschaft am Samstagabend bereits dazu angehalten, die Partie gegen Finnland fortzusetzen. Das Team willigte ein, vor allem Kapitän Simon Kjaer, der schon jetzt aufgrund seines Mitwirkens rund um den tragischen Vorfall der erste Held der EM ist, war jedoch kaum spielfähig. Er ließ sich nach kurzer Zeit auswechseln.

Entsprechend kritisch sieht Hjulmand auch die Fortsetzung des Spiels, die es auch aus dem Grund gab, weil die Alternative, am Sonntag um 12 Uhr weiterzuspielen, noch schlechter aus Sicht der Dänen war. "Ich denke ehrlich gesagt nicht, dass wir wieder auf dem Plätz hätten sein sollen. Es war die falsche und eine harte Entscheidung, die Spieler zwischen diesen beiden Dingen entscheiden zu lassen: Am selben Abend oder am nächsten Tag zu spielen", sagte Hjulmand. (sho/dpa)

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