So beugen Sie einem Defizit vor

Eisenmangel erhöht das Risiko für Herzkrankheiten

Der Eisengehalt im Blut wirkt sich auf die Gesundheit des Herzens aus.
Der Eisengehalt im Blut wirkt sich auf die Gesundheit des Herzens aus.
© SIAM (SIAM (Photographer) - [None], SIAM PUKKATO

12. Oktober 2021 - 14:46 Uhr

Risiko für Erkrankungen an Herzkranzgefäßen sinkt bei guten Eisenwerten um 10 Prozent

Wer im mittleren Alter regelmäßig seine Blutwerte überprüfen lässt und so einem möglichen Eisenmangel vorbeugt, hat ein um zehn Prozent niedrigeres Risiko, an den Herzkranzgefäßen zu erkranken. Von diesem Forschungsergebnis berichten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift der europäischen Herzgesellschaft "ESC Heart Failure". Wir erklären, wie Sie durch Ihre Ernährung einem Eisenmangel vorbeugen können.

60 Prozent der Studienteilnehmer wiesen einen Eisenmangel auf

Die über 12.000 Studienteilnehmer waren im Durchschnitt 59 Jahre alt – 60 Prozent von ihnen wiesen einen Eisenmangel auf. Während die Forscher die Personen über 13 Jahre lang beobachteten, fiel auf, dass die, die unter Eisenmangel litten, häufiger an den Herzkrankgefäßen erkrankten – also eine koronare Herzkrankheit hatten - als Studienteilnehmer mit guten Eisenwerten.

Die Wissenschaftler kamen insgesamt zu dem Ergebnis, dass gute Eisenwerte bei allen Teilnehmern der Studie dazu geführt hätten, dass in den nächsten zehn Jahren fünf Prozent jeglicher Todesfälle, zwölf Prozent der Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und elf Prozent der diagnostizierten koronaren Herzkrankheiten nicht aufgetreten wären.

Es wird zwischen funktionellem und absolutem Eisenmangel unterschieden

Wer unter einem funktionellen Eisenmangel litt – im Kreislauf ist also zu wenig Eisen vorhanden, sodass der Körper nicht ausreichend zur Verfügung hat –, hatte ein um 24 Prozent höheres Risiko für koronare Herzkrankheiten, ein um 12 Prozent erhöhtes Sterblichkeitsrisiko und ein um 26 Prozent höheres Risiko für einen Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Bei absolutem Eisenmangel, wenn also die Eisenspeicher zu wenig gefüllt sind, war die Anzahl an diagnostizierten koronaren Herzkrankheiten um 20 Prozent höher. Eine Verbindung zur Sterblichkeit wurde jedoch nicht festgestellt.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Diese Lebensmittel sind gute Eisenlieferanten

Die wichtigsten Eisenquellen sind Fleisch und Leber. Aber Vegetarier brauchen sich keine Sorgen zu machen: Es ist auch möglich, den Bedarf nur über pflanzliche Lebensmittel zu decken. Zu eisenreichen Lebensmitteln gehören:

  • Grünes Gemüse wie Mangold, Fenchel, Grünkohl, Kräuter, Spinat und Brokkoli
  • Hülsenfrüchten wie Linsen, Bohnen und Erbsen
  • Nüsse wie Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse
  • Außerdem Pinienkerne, Sonnenblumenkerne, Sesam, Trockenfrüchte, Müsli sowie Vollkornbrot

Lese-Tipp:

So erkennen Sie Eisenmangel frühzeitig

(jos)