In diesen Bundesländern können Sie mit Schnelltest einkaufen gehen

Shoppen mit Negativ-Test: Diese Bundesländer machen es vor.

Coronavirus - Corona-Schnelltest
Coronavirus - Corona-Schnelltest
© dpa, Fabian Strauch, fst lop exa

09. April 2021 - 10:29 Uhr

Erste Bundesländer führen Testpflicht fürs Einkaufen ein

An Abstand halten und Maske haben wir uns schon lange gewöhnt. Doch selbst mit den AHA-Regeln lässt es sich nicht unbeschwert shoppen, weil viele Läden dicht bleiben müssen. Erste Bundesländer gehen deswegen jetzt ihren eigenen Weg: Sie verlangen einen Schnelltest als Eintrittskarte fürs Shopping. Wir sagen Ihnen, wo Sie mit Test einkaufen gehen können.

Testpflicht fürs Shoppen - diese Bundesländer legen vor

Die Inzidenz ist über 100 und die Geschäfte sind trotzdem offen? Geht nicht? Geht doch! Zumindest in in Berlin, Brandenburg, im Saarland und in Meckelenburg-Vorpommern gilt nun: Wer einen negativen Test hat, darf bei Zara, H&M oder auch Ikea shoppen. Allerdings gibt es wie so oft Unterschiede bei der Umsetzung.

Wer in Mecklenburg-Vorpommern einen negativen Test vorweisen kann, der nicht älter als 24 Stunden ist, darf sogar ohne Termin einkaufen.

In Sachsen brauchen Verbraucher in vielen Städten zusätzlich zum Test auch noch einen Termin. Das Prinzip Click & Meet wird hier also durch die Tests ergänzt.

So will es auch Bayern machen: Aber einer Inzidenz von 100 müssen fürs Einkaufen von Klamotten, Möbeln und Co. ein Termin und ein Schnelltest gemacht werden.

Mit Negativ-Test ins Kino

Je nach Bundesland erhalten Bürger mit einem negativen Corona-Test aber auch mehr Freiheiten zurück. Im Saarland zum Beispiel soll es auf diese Weise schon bald wieder möglich sein, ins Fitnessstudio, ins Kino oder Theater zu gehen. Auf einen Besuch im Zoo können sich Bürger in Sachsen freuen.

Kunden könnten abgeschreckt werden

Doch längst nicht alle Händler sind von der Testpflicht begeistert. "Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Kundschaft wegbleibt. Dies gilt insbesondere für die körpernahen Dienstleistungen", sagt Sven Müller der dpa. Müller ist Geschäftsführer eines Unternehmerverbands in Mecklenburg-Vorpommern. Und tatsächlich seien bereits einige Friseur-Termine wegen der Testpflicht abgesagt worden.

Auch Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland warnte bereits vor wenigen Wochen vor einer Testpflicht: "Die Einzelhändler wären dabei sicherlich personell und fachlich meistens überfordert", so Genth. Die Geschäfte müssten immerhin prüfen, ob die eingereichten Schnelltests echt seien.

Anspruch auf kostenlosen Test

Grundsätzlich hat jeder Bürger Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest pro Woche. Dieser kann in der Apotheke, im Testzentrum oder auch beim Hausarzt gemacht werden.

NRW, Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt überlassen die Entscheidung "Shoppen nur mit Test" den Städten und Landkreisen. In Köln zum Beispiel ist ein Friseurtermin nur noch mit einem negativen Test möglich.

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