Ein Schnupfen hätte auch gereicht - Interview mit Gaby Köster

"Sonnig geht immer" Gaby Köster und ihr neues Leben
Gaby Köster im Interview
RTL

Gaby Köster: "Der Film ist ziemlich nah dran"

"Ein Schnupfen hätte auch gereicht" ist die Verfilmung des gleichnamigen Buches von Gaby Köster. Der Film zeigt ihre schwerste Zeit, den Weg zurück ins Leben. Im Interview verrät Gaby Köster, wie es sich anfühlt, wenn die eigene Lebensgeschichte verfilmt wird.

Gaby Köster: "Ein bisschen unheimlich war es schon"

Waren Sie gleich von der Idee begeistert, dass Ihr Buch "Ein Schnupfen hätte auch gereicht: Meine zweite Chance" verfilmt werden soll?
Ja, doch ein bisschen unheimlich war es mir schon.

Wie nah ist der Film an Ihrem Buch dran – und damit an Ihrer wahren Geschichte?
Also was meinen Part betrifft, ist der Film ziemlich nah dran. Und das Drumherum gehört nun mal in einen Spielfilm.

Eine Buchverfilmung kann nie 1:1 die Vorlage wiedergeben. Hielt sich der Kompromiss, was in den Film kommt und was nicht, in Grenzen?
Ja, das hielt sich in der Tat sehr in Grenzen.

Welche Hürden gab es aus Ihrer Sicht bei der filmischen Umsetzung?
Richtige Hürden habe ich jetzt nicht erlebt. Der B-Plot mit Physiotherapeutin Jacky ist vielleicht etwas größer, aber durchaus interessant und sehenswert.

Sie selbst spielen nicht mit im Film. Anna Schudt übernimmt Ihre Rolle, sie spielt Gaby Köster – waren Sie sofort überzeugt von ihr?
Von Anna war ich tatsächlich sofort überzeugt, weil sie sooo unglaublich ist. Sie hat sich in die Rolle so sehr reingearbeitet, dass ich hinterher völlig verwirrt war – und meine Familie auch.

In ihrer Rolle sieht sie Ihnen zum Verwechseln ähnlich – Was war das für ein Gefühl, als sie Ihnen das erste Mal in Maske und Kostüm gegenüberstand?
Ja, auch das war ein bisschen komisch für mich. Aber ich war sehr froh, dass sie es war, da sie einfach ein absolut lieber Mensch ist.

Wie waren Sie persönlich in die Dreharbeiten involviert?
Ich war ein paar Mal am Set und habe mir einzelne Szenen angeschaut. Und an einigen Stellen habe ich auch mit meinem Wissen geholfen, quasi als Coach.

Auch Ihre Serientochter aus „Ritas Welt“, Jasmin Schwiers, ist in einer Hauptrolle zu sehen. Wie wichtig war es Ihnen, dass Sie die tragende Rolle von Physiotherapeutin Jacky spielt?
Ich fand das sehr, sehr schön. Es war zwar nicht meine Idee, aber ich fand es deshalb schön, weil sich so irgendwie auch die Kreise wieder schließen.

"Sonnig geht immer" Gaby Köster und ihr neues Leben
Gaby Köster
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Außerdem werden wir Ihre langjährigen Wegbegleiter Hella von Sinnen, Hugo Egon Balder und Mike Krüger in Gastrollen sehen. Verbindet Sie auch heute noch eine Freundschaft?
Ja, unbedingt! Mit'm Helli auf jeden Fall und mit Mike ja sowieso. Und bei Hugo war ich neulich sogar bei einer Aufzeichnung zu Gast.

Wird der Zuschauer Sie vielleicht doch an einigen Stellen im Film zu sehen bekommen?
Ja, ich bin tatsächlich in halbdokumentarischen Einspielern zu sehen und das ist für mich persönlich eigentlich der gruseligste Teil im Film, weil das eben kurz vor dem Unfall war. Die letzten Fernsehauftritte vor dem Knall.

Der Film zeigt noch einmal Ihre schwerste Zeit, den Weg zurück ins Leben. Was ist Ihre persönliche Message an den Zuschauer?
Meine persönliche Message ist: Lasst es Krachen, solange es noch geht!

Und jetzt - Hand aufs Herz: Ist der Film so geworden, wie Sie sich ihn vorgestellt haben?
Ja, isser! Ich war wirklich sehr positiv überrascht und ich hatte auch ein bisschen Angst. Aber der absolute Knaller war, dass die meisten Menschen, die daran beteiligt waren, wie zum Beispiel die Regisseurin Christine Hartmann oder der Produzent Gunther Burghagen so feinfühlende Menschen sind. Sie wussten genau, was mir wichtig war und haben das dann auch so umgesetzt. Und das fand ich einfach toll.