Gunter Lutzi seit 15 Jahren im Ehrenamt

Sterbebegleitung: Wenn alle ehrenamtlichen Helfer wegfallen, dann bricht das ganze System zusammen

09. Dezember 2021 - 14:25 Uhr

Ehrenamt da, wo es gebraucht wird

Gunter Lutzi ist seit 15 Jahren mit ganzem Herzen ehrenamtlich im Hospiz Bergstraße tätig - fünf davon als Sterbe-und Trauerbegleiter. Hier begleitet der 64-Jährige Menschen während ihres letzten Lebensabschnittes oder spendet Hinterbliebenen Trost.

Alltag eines Hospitzhelfers

Er kommt zwei Mal pro Woche ins Hospiz und nimmt sich Zeit für die, die sie nicht mehr lange haben. Gunter Lutzi ist einfach nur da – für Menschen, denen nicht mehr viel Zeit bleibt. Ein freundlicher Umgang auf Augenhöhe ist im Hospiz für Betreuer und Gäste (wie Patientinnen und Patienten hier genannt werden) wichtig. In der Vergangenheit besuchte der 64-jährige Lutzi auch noch Gaststätten mit den Gästen (oder fuhr zu deren Lebensgefährten, um noch ein letztes Stück Käsekuchen zu essen). Lutzi hat es sich zur Aufgabe gemacht, Themen wie Sterben und den Tod zu enttabuisieren.

Video: Gunter Lutzi wandert für Hessens Hospize

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Ehrenamtliche Arbeit ist unersetzlich

Auch der Chef der Staatskanzlei Axel Wintermayer (CDU) schätzt die Arbeit von unbezahlten Helfern wie Gunter Lutzi sehr: "Die ehrenamtliche Arbeit ist unersetzlich auch für uns insgesamt als Gesellschaft, weil ehrenamtliche Arbeit aus einer Gesellschaft erst eine Gemeinschaft macht" erzählte er uns im RTL-Interview.

Aktuell engagieren sich in Hessen circa zweieinhalb Millionen Menschen im Ehrenamt. Über 17 Prozent davon im Sport. Auf Platz 2 folgt der Bereich Kultur und Musik mit neun Prozent. Knapp dahinter kommt soziales Engagement. (esc)