Jugendliche hantierten im Schlafzimmer mit Gewehr

Drama am Gardasee: 13-Jähriger soll versehentlich seine Schwester (15) erschossen haben

In Italien soll ein 13-Jähriger versehentlich mit einer Schrotflinte auf seine Schwester geschossen haben. (Foto: Motivbild)
In Italien soll ein 13-Jähriger versehentlich mit einer Schrotflinte auf seine Schwester geschossen haben. (Foto: Motivbild)
© iStockphoto, Lazar Obradovic

17. Oktober 2021 - 22:16 Uhr

Italien: Teenager (15) wird von Gewehrschuss getroffen

Entsetzen und Trauer in San Felice del Benaco am Gardasee: In der kleinen Gemeinde in Norditalien soll ein 13-Jähriger seine 15 Jahre alte Schwester erschossen haben. Offenbar hantierte der Junge mit einem Gewehr, als sich plötzlich ein Schuss löste und die Jugendliche traf. Die 15-Jährige wurde so schwer verletzt, dass sie starb.

Bruder der Jugendlichen soll Gewehr versehentlich abgefeuert haben

Wie die Carabinieri in Brescia bestätigten, ereignete sich der Vorfall am Samstagnachmittag. Das Mädchen sei von seinem Bruder durch einen Gewehrschuss tödlich verletzt worden. Italienische Medien berichteten, dass der Junge die Waffe versehentlich abfeuerte. Laut der Zeitung "Corriere della Sera" soll es sich um eine Schrotflinte handeln. Der Vater habe die Waffe in einem Schrank im Schlafzimmer aufbewahrt.

Der Junge habe seine Schwester in die Brust getroffen, sie sei daraufhin zusammengebrochen, schrieb "Corriere della Sera". Laut der Zeitung sei der 13-Jährige dann aufgelöst und weinend aus dem Schlafzimmer gelaufen und habe um Hilfe gerufen.

Nach Vorfall am Gardasee: 13-Jähriger ist nicht schuldfähig

Demnach soll zuerst der Vater der Kinder im Verdacht gestanden haben. Dieser sagte jedoch laut der Nachrichtenagentur Ansa in der Nacht zu Sonntag aus, dass der Junge geschossen habe. Der 13-Jährige sei nicht schuldfähig. Gegen den Vater wird nun aber wegen unterlassener Aufsicht seiner Waffen ermittelt. Wieso die Waffe geladen war und wie sie in die Hände der Jugendlichen geriet, ist noch unklar. (dpa/jgr)