Distanzreiter aus Vereinigten Arabischen Emiraten

Rekordsperre für Pferdemissbrauch wieder aufgehoben

Beim Distanzreiten müssen die Pferde auf unterschiedlichem Gelände lange Distanzen zurücklegen
Beim Distanzreiten müssen die Pferde auf unterschiedlichem Gelände lange Distanzen zurücklegen
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05. Mai 2021 - 6:53 Uhr

Distanzreiten: Sportgericht hebt Urteil auf

Das Pferd verletzte sich schwer und musste eingeschläfert werden. Da im Blut des Tieres eine verbotene Substanz gefunden worden war, sperrte der Weltverband den Distanzreiter für 20 Jahre. Jetzt wurde das Urteil in höherer Instanz wieder kassiert.

Offener Bruch während des Wettkampfes

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat die Rekordstrafe gegen einen Distanzreiter aus den Vereinigten Arabischen Emiraten wegen Pferdemissbrauchs wieder aufgehoben. Sh Abdul Aziz Bin Faisal Al Qasimi war durch das Gericht des Weltverbandes FEI zu einer 20-jährigen Sperre und zur Zahlung von 16.000 Euro verurteilt worden.

Das Pferd Castlebar Contraband des Reiters hatte während eines Reitwettkampfs im Oktober 2016 einen offenen Bruch am rechten Bein und musste eingeschläfert werden. Blutproben, die dem Pferd nach dem Tod entnommen wurden, enthielten das verbotene Beruhigungsmittel Xylazin. Laut Obduktionsbericht sei es durch das Mittel zu einer Nervenblockade gekommen, die zu der Fraktur führte.

Die Verteidigung des 32-Jährigen hatte behauptet, die Substanz sei beim Einschläfern in den Körper des Tieres gelangt. Während das FEI-Gericht diese Erklärung zurückgewiesen hatte, urteilte der CAS, dass es keine Beweise dafür gegeben habe, dass das Pferd nervenblockiert gewesen sei und sprach den Reiter frei.

MSC/SID