Diese 4 Dinge nerven mich als Kinderlose an Eltern am meisten

Habe ich zu wenig Einfühlungsvermögen? Ganz bestimmt!
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16. März 2018 - 14:59 Uhr

Wenn zwei Welten aufeinandertreffen

Es ist ein heikles Thema, ich weiß. Aber wer keine Kinder hat, dafür aber Freunde, die ihren Nachwuchs gerade im Dreischlag zur Welt bringen, der hat nach einer gewissen Zeit einen ziemlichen Baby-Eltern-Dutsi-Dutsi-Overload. Welche neuen Eigenheiten meiner Freunde mich dabei am meisten auf die Palme bringen? Lesen Sie selbst!

Um eine Sache gleich zu Anfang klar zu stellen: Ich bin mir sicher, dass ich auch eines Tages Kinder haben und mit manchen Eigenschaften Freunde und Familie in den Wahnsinn treiben werde. Aber solang das noch nicht der Fall ist, habe ich absolut das Recht, mich über gewisse, mit der frischen Elternschaft erworbene Eigenheiten meiner Freunde aufzuregen. Wie zum Beispiel diese hier:

„Die Kleine ist so süß am Telefon!“

Das mag sein. Aber muss ich deshalb mit der vier Monate alten Mia ganze fünf (!) Minuten lang versuchen, ein Gespräch am Telefon herzustellen? Und alles, was ich für meine Mühen bekomme, ist ein "Pfff-gaaa-gaaa". Als Kinderlose mag man den Informationsgehalt dieser Laute unterschätzen. Was man als Kinderlose allerdings niemals ÜBERschätzt, ist der Sinn dieser Unterhaltung.

„Sorry, ich war grad abgelenkt“

Ich verstehe absolut, dass man mit einem Baby unheimlich viel um die Ohren hat und seine Multitasking-Fähigkeiten bis ans Limit pusht. Aber wenn mich meine beste Freundin ernsthaft fragt, wie es mir geht, dann erwarte ich auch von ihr, dass sie mir bei meiner Antwort zuhört! Was ich NICHT erwarte, sind Sätze wie: "Ohje, tut mir leid, ich war grad abgelenkt – Leon hat grad so süße Geräusche von sich gegeben" oder "STEFAAAAAN, bring mal schnell den Sabberlatz!" Das nächste Mal zieh ich meine Schuhe schneller an, als STEFAAAAAN den Sabberlatz bringen kann!

„Hier, halt ihn mal bitte“

Eigentlich ist es ja eine schöne Geste, dass meine Freunde mir als quasi Blinde in der Elternwelt so viel Vertrauen entgegenbringen. Doch sieht man mich mit einem Baby auf dem Arm, ist schnell klar, dass sich beide Beteiligten relativ unwohl fühlen. Woher soll ich denn auch wissen, wie man so einen kleinen Menschen hält, ohne versehentlich etwas kaputt zu machen?! Stichwort: Fontanelle – der mitgelieferte Selbstzerstörungsknopf eines jeden Babys, von dem man besser gaaanz weit wegbleiben sollte!

„Meine Brustwarzen sind ganz wund und blutig“

Natürlich will ich wissen, wie es meinen Freunden mit ihren Babys geht und wie sich die Kleinen entwickeln. Wenn sich unsere Gesprächsthemen allerdings fast ausschließlich um wundergesaugte Nippel, den unmöglich zu findenden Kita-Platz und die unterschiedlichen Farbnuancen und Konsistenzen von Babys Stuhlgang drehen, schalte ich irgendwann auf Durchzug. Klar beschäftigen diese Themen Eltern. Aber wer versucht, dem Tauben etwas mit Worten zu erklären, der erntet in der Regel nicht viel mehr als verständnislose Blicke.

Bin ich nun egoistisch, weil ich so denke? Vielleicht ein bisschen. Mangelt es mir an dem nötigen Einfühlungsvermögen? Ganz sicher! Warum ich meine Freunde nicht drauf anspreche? Siehe oben: Ich bin mir sicher, dass ich als Mutter ähnliche Marotten entwickeln werde. Schlussendlich zeigen die ja auch nur, dass man seinen neuen, herausfordernden Job als Eltern mit ganz viel Hingabe und Liebe ausübt. Und den meistern meine Freunde wirklich mit Bravour!

Video: Klassische Erziehungsfallen von Eltern

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