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Die bekanntesten Flugzeug-Mythen - und was wirklich stimmt

Was ist dran an den bekannten Flugzeugmythen?
Was ist dran an den bekannten Flugzeugmythen?
© imago/Robert Michael, imago stock&people

11. August 2021 - 15:39 Uhr

Tomatensaft, Mile High Club und Klatschen nach der Landung

Schmeckt der Tomatensaft über den Wolken wirklich besser? Gibt es den "Mile High" Club? Und warum wird nach der Landung eigentlich geklatscht? Eine ehemalige Flugbegleiterin erzählt, was dran ist an den Mythen rund ums Fliegen.

One Mile high

Einer der wohl bekanntesten Flugzeug-Mythen ist der rund um den sogenannten "Mile High Club". In diesen Club darf sich derjenige Passagier – oder besser gesagt zwei Passagiere - einreihen, die in einer Höhe über 5.280 Fuß miteinander Sex hatten. 5.280 Fuß sind genau eine Meile und so kommt auch er Name des berühmt berüchtigten Clubs zustande. Mindestens eine Meile muss zwischen den Turtelnden und dem Erdboden liegen.

Natürlich gibt es keinen wirklichen Club, in den man aufgenommen wird, aber dennoch zählen sich diejenigen, denen es gelungen ist in luftiger Höhe Sex zu haben, gerne zum "Mile High Club" dazu.

"Mit Salz und Pfeffer?"

Tomatensaft schmeckt nicht jedem, besonders nicht am Boden. In der Luft im Flugzeug sieht es aber anders aus. Für viele gehört ein Glas Tomatensaft zum Reisen einfach dazu.

Es ist tatsächlich so, dass die trockene Luft und der veränderte Luftdruck im Flugzeug die Geschmacksnerven so stark verändern, dass einem plötzlich das schmeckt, was man sonst dankend ablehnen würde. Es tritt ein ähnlicher Effekt ein, wie er durch eine Erkältung hervorgerufen wird. Man nimmt Geschmäcker nicht mehr so stark wahr. Also wundern Sie sich nicht, wenn Sie das nächste mal hören: "Salz und Pfeffer dazu?"

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"Soeben sind wir gelandet"

Haben Sie schon mal nach einer Landung mit dem Flugzeug in die Hände geklatscht? Das wäre nicht ungewöhnlich, denn das passiert regelmäßig, wenn ein Flugzeug wieder sicheren Boden unter sich hat.

Aber warum machen Passagiere das? Es ist vermutlich ein Mix aus mehreren Faktoren. Zum einen ist es ganz schlicht die Erleichterung, dass der fremde Kapitän den Flieger wieder sicher zurück an den Boden gebracht hat. Besonders auf die, die eh schon ein mulmiges Gefühl beim Fliegen haben, trifft das wohl zu. Aber auch eine Art "Dankeschön" steckt hinter diesem Verhalten. Man möchte sich einfach dafür bedanken, dass man gut und sicher ans Ziel gebracht wurde.

Und zum Schluss ein kleiner Fun Fact: Obwohl das Klatschen meist den Piloten gilt, hören diese es je nach Größe des Flugzeuges gar nicht. (vho)

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