Kosten steigen immer weiter

Deutschland auch bei Strompreisen Europameister

Strompreise in Deutschland steigen immer weiter.
Strompreise in Deutschland steigen immer weiter.
© dpa, Oliver Berg, obe lre ags brx kno iku lof wok

07. Juni 2021 - 8:19 Uhr

Strompreise sinken in Europa

In Deutschland ziehen die Strompreise weiter deutlich an, entgegen dem Trend. Denn im restlichen Europa sind die Strompreise im vergangenen Jahr sogar gesunken. Auch wenn die

3 Cent pro Kilowattstunde Strom an der Börse, Verbraucher zahlen bis zu 34,30 Cent

Strom wird für Verbraucher in Deutschland einem Medienbericht zufolge immer teurer. Nachdem die Bundesrepublik 2019 die Führung bei den höchsten Strompreisen in Europa von Dänemark übernommen habe, seien die Kosten im Jahr 2020 nochmals gestiegen, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus Daten des Statistischen Bundesamtes.

Kleine Haushalte mit einem Stromverbrauch von 1200 Kilowattstunden mussten demnach im vergangenen Jahr 34,30 Cent je Kilowattstunde zahlen, 2019 waren es noch 33,49 Cent. Auch für größere Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden sei es deutlich teurer geworden. Sie zahlten den Angaben zufolge im Schnitt 30,43 Cent pro Kilowattstunde nach 29,83 Cent im Vorjahr.

Lese-Tipp: Strompreise hoch wie nie – Wie wir trotzdem Geld sparen können

Dabei seien die Strompreise im europäischen Durchschnitt im vergangenen Jahr den Angaben der Statistiker zufolge gesunken, schreiben die Zeitungen: Im Euroraum um 0,53 Cent auf 22,47 Cent je Kilowattstunde. Und in den 27 Ländern der Europäischen Union um 0,51 Cent auf 21,26 Cent.

Bitter für die Kunden: An der Börse wird der Strom für rund drei Cent pro Kilowattstunde gehandelt. Verbraucher zahlen aber auch noch Steuern, Abgaben und Netzentgelt. Allein die EEG-Umlage ist ein wesentlicher Bestandteil der Stromrechnung und macht etwa ein Viertel des Gesamtpreises aus. Selbst wenn die EEG-Umlage zur Ökostrom-Finanzierung abgeschafft werden sollte, gehen die Energiepreise weiter hoch. Grund sind die steigenden CO2-Kosten. (reuters/aze)

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