Der Winter kommt: Das müssen Sie vor dem Frost noch erledigen

31. Juli 2015 - 15:15 Uhr

Richtige Temperatur ist wichtig

Jetzt ist es soweit: Die Temperaturen sinken rapide, Frost legt sich über weite Teile des Landes. Und das bleibt wohl auch erstmal so. Wir zeigen Ihnen, was Sie vor dem nächsten Frost unbedingt noch erledigen sollten:

Winter kommt: Das müssen Sie erledigen
Wer keine Winter- oder Ganzjahresreifen mit genügend Profil drauf hat, muss zahlen.
© dpa, Stephan Jansen

Richtig heizen

Die Heizperiode nimmt jetzt richtig Fahrt auf. Die Raumtemperatur sollte zwischen 6 und 23 Uhr mindestens 20 Grad betragen, in der Nacht 18 Grad. Wird diese Temperatur nicht erreicht, sollten Mieter das dem Vermieter melden. Aus Kostengründen die Zimmer nicht über 22 Grad heizen. Denn jedes Grad höhere Temperatur benötigt bis zu sechs Prozent mehr Energie, was sich direkt auf die Heizkostenrechnung auswirkt. Falls die Heizkörper durch Möbel oder Gardinen verdeckt sind: Freimachen, damit sich die Wärme entfalten kann. Wenn es durch die Fenster zieht, sollten diese mit Abdichtband neu isoliert werden. Während der Heizperiode keine Fenster kippen, sondern besser mehrmals am Tag für 5 bis 10 Minuten Stoßlüften.

Streumaterial besorgen

Wer als Hausbesitzer oder Mieter vor dem Haus streuen muss: Am besten jetzt schon mit Streusalz eindecken. Hauseigentümer kontrollieren ihren Heizöl-Tank, ob noch genug Öl drin ist. Aber nur im Notfall kaufen, da Heiz-Öl aktuell sehr teuer ist. Die Preise erholen sich erst im Januar oder Februar wieder.

Sind die Pflanzen winterfest?

Auch Balkon und Garten sollten winterfest gemacht werden. Normale Tontöpfe sind nicht frostfest und müssen daher geschützt werden. Filzmatten halten die Töpfe warm, aber auch gepolsterte Folien isolieren gut. Exotische Pflanzen wie Oleander müssen ins Haus geholt werden, wenn die Temperaturen unter minus 5 Grad fallen. Das passiert in der Nacht ruckzuck. Empfindliche Pflanzen im Topf in geschützte Kellerräume bringen. Sonst mit Laub, Tannenzweigen oder Stroh schützen.

Die Reifen wechseln

Autofahrer mit Sommerreifen müssen auf Winterreifen umsteigen. Hier gilt die Doppel-O-Regel: Winterreifen von Oktober bis Ostern drauf lassen. Für die Scheibenwischer einen Winterreiniger einfüllen, der mit dem Eis und Schmutz besser klar kommt. Außerdem einen Scheibenkratzer oder besser Scheibenenteiser ins Auto legen. Mit einem Türgummistift die Abdichtungen an allen Türen behandeln, damit sie den Winter überstehen. So bleiben Sie schön elastisch und lassen keine Feuchtigkeit durch.

Dicke Klamotten auspacken

Spätestens jetzt wird es Zeit, Winterjacken und -schuhe, Handschuhe und Schals auszupacken. Checken, ob noch alle dicke Socken da sind. Der Körper benötigt jetzt nicht nur warme Kleidung, sondern auch besondere Pflege. Fetthaltige Cremes schützen das Gesicht. Besonders Babys und Kinder haben eine empfindliche Haut, die regelmäßig eingecremt werden sollte. Am besten noch weniger Alkohol trinken, da sich beim hochprozentigen Genuss die Gefäße verengen. Der Körper wird damit nicht aufgewärmt, sondern friert noch schneller. Besser: Gewürz- oder Holundertee. Der hält warm und stärkt die Abwehrkräfte. Weil der Körper jetzt mehr Energie benötigt, gehören Gemüsesuppen und Eintöpfe vermehrt auf den Tisch. Passend zur Jahreszeit bieten sich auch Kürbisgerichte an.

Auch an die Haustiere denken

Hunde mit dickem Fell kommen gut durch den Winter. Kleinen Haustieren und Hunden mit dünnem Fell verschafft ein Deckchen etwas mehr Wärme. Haustiere mit Stall im Garten können ruhig draußen bleiben. Windgeschützt sollte es nur sein und genügend Nistmaterial muss vorhanden sein.

Alles gescheckt? Dann können Winter und Frost ruhig kommen.