Das Jenke-Experiment: K.O.-Tropfen-Opfer erzählt Jenke von ihrer Horrornacht

"Ich wurde von mindestens drei Männern missbraucht."

K.O.-Tropfen - nicht ohne Grund auch als DIE Vergewaltigungsdroge bekannt. Denn im Unterschied zu allen anderen Drogen werden K.O.-Tropfen nicht freiwillig genommen. Im Gegenteil! Die geruchs- und geschmacksneutrale Substanz wird nichtsahnenden Opfern in Bars oder Clubs heimlich ins Getränk gemischt. Der fatale Effekt: sexuelle Enthemmung, Bewusstseinstrübung und Gedächtnisverlust. Nina F. ist selbst Opfer der chemischen Substanz geworden und erzählt im Interview mit Jenke von Wilmsdorff von der Horrornacht, die ihr Leben für immer verändert hat.

Polizei: "K.O.-Tropfen gibt es eigentlich gar nicht. Das wird nur von den Medien so aufgebauscht."

Was war passiert? Mitten in der Nacht wacht Nina im Gebüsch eines Parks in München auf. Sie weiß nicht, wie sie dort hingekommen ist, was zuvor passiert ist. Völlig benommen wankt die heute 33-Jährige nach Hause und schläft ihren vermeintlichen Rausch aus. Auf die Idee, dass ihr hilfloser Zustand gar nicht am eigentlich nur geringen Alkoholkonsum liegen könnte, kommt sie gar nicht. Es ist ihre Schwester, die stutzig wird und die richtigen Maßnahmen ergreift. Gemeinsam gehen sie zu Gerichtsmedizin, Polizei und zur Frauenklinik.

Erst ein Jahr später erfährt Nina von ihrem Rechtsanwalt die schockierende Wahrheit: "ich wurde von mindestens drei Männern in dieser Nacht missbraucht.“ Das beweisen die DNA-Spuren an ihrem Körper eindeutig. Die Täter wurden dennoch nie gefunden, das Verfahren ist mittlerweile sogar eingestellt.

Doch für das K.O.-Tropfen Opfer ist das nicht einmal das Schlimmste. Noch mehr zu schaffen macht der Münchnerin, dass ihr nicht einmal die Polizei glaubte. Und noch mehr! Ein Polizist behauptete sogar: "K.O.-Tropfen gibt es eigentlich gar nicht. Das wird nur von den Medien so aufgebauscht."

Denn Ninas Test kam - wie bei vielen Opfern - zu spät. K.O.-Tropfen lassen sich nur sechs Stunden nach Verabreichung im Urin der Opfer nachweisen. Das hätte der Polizist wissen müssen – anstatt eine Frau, die ohnehin schon Opfer ist, der Lüge zu bezichtigen!