Das Jenke-Experiment: Der an Magersucht leidende Frank wiegt wieder 50 Kilo

30. September 2016 - 16:24 Uhr

Frank Menzel leidet an einer 'Körperschemastörung' : "Zucker ist eine Todsünde"

Frank leidet seit 23 Jahren an Magersucht. Nach seiner Therapie wiegt er heute 50 Kilo bei einer Körpergröße von 1,81 Meter. Vor rund drei Monaten waren es sogar noch acht Kilogramm weniger. Was geht in einem Menschen vor, für den Essen kein Genuss sondern ein einziger Kampf ist? Jenke von Wilmsdroff hat Frank besucht - und genau das erfragt.

Ein Sturm brachte die Einsicht

Nach drei Monaten Klinikaufenthalt ist Frank wieder zu Hause. Es war nicht sein erster Therapie-Besuch, denn der 42-Jährige leidet bereits seit 23 Jahren an Magersucht. Seine Krankheitsgeschichte? Typisch!

Bereits als Kind ist Frank leicht adipös, liebt fettiges Essen. Als er dann wegen einer Muskelentzündung Kortison nehmen muss und im Rollstuhl sitzt, wird er unaufhaltsam dicker. Als Jugendlicher zieht er irgendwann die Reißleine und hungert sich schlank. "Da habe ich gemerkt: Das kann ich. Und dann hat es sich alles immer weiter verselbstständigt. Irgendwann konnte ich nicht mehr aufhören. Und jetzt merke ich, wie schwer es ist, wieder umzudrehen", erzählt der 42-Jährige.

Frank leidet an der sogenannten 'Körperschemastörung'.  Typisch für Magersüchtige. Betroffene halten sich für zu dick, selbst wenn sie völlig abgemagert sind. Sie können nur schwer unterscheiden, ob sie satt sind oder Hunger haben und lassen kaum Nähe zu. Ursache ist ein fehlendes Identitätsgefühl, das durch eine Therapie wieder aufgebaut werden kann.

Wie weit der Magersüchtige nach der Therapie ist und was Frank schlussendlich dazu brachte, Hilfe in Anspruch zu nehmen - das erfahren Sie im Video.