Seit zwei Jahren verschollen

Daniel Küblböck soll für tot erklärt werden

Daniel Küblböck soll für tot erklärt werden
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14. August 2020 - 7:11 Uhr

Verschwinden bis heute ein großes Rätsel

Das Verschwinden von Sänger Daniel Küblböck vor fast zwei Jahren stellt Familie, Freunde und Fans bis heute vor ein großes Rätsel. Am 9. September 2018 war der Sänger vom Bord der AIDAluna ins Meer gestürzt. Sein Leichnam wurde nie gefunden, die Küstenwache gab die Suche nach Daniel Küblböck auf. Nun soll der Sänger für tot erklärt werden, das berichtet die Passauer Neue Presse und beruft sich auf eine Antrag des Amtsgerichts Passau.

Der Verschollene soll sich bis zum 25. September melden

Im Aufgebot des Passauer Amtsgerichtes, das der PNP vorliegt, heißt es: "Der Verschollene wird aufgefordert, sich bis spätestens 25.September 2020 beim Amtsgericht Passau (...) – Abteilung für Verschollenheitssachen zu melden, widrigenfalls er für tot erklärt werden kann. Außerdem ergehe die "Aufforderung an alle, die Auskunft über den Verschollenen geben können, dem Gericht bis zum dem angegebenen Zeitpunkt Anzeige zu machen", heißt es im dem Aufgebots-Verfahren weiter. Daniel Küblböck wohnte zuletzt zwar in in Berlin, hat seinen Hauptwohnsitz aber immer noch in Salzweg im bayrischen Landkreis Passau.

Polizei und Vater glauben an Suizid

Daniel Küblböck: Sein Vater will endgültig Abschied nehmen
Kein Lebenszeichen von Daniel Küblböck seit September 2018
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Der 33-Jährige Ex-DSDS-Star war vor der Küste Kanadas über Board gegangen. Die Ermittler und auch Daniels Vater gehen bis heute von einem Suizid aus. Auf Überwachungskameras ist zu sehen, wie eine Person über die Reling steigt. Dass es sich dabei wirklich um den Sänger handelt, konnte bis heute nie aufgeklärt werden. Bereits einen Tag nach seinem Verschwinden hatte die kanadische Küstenwache die Suche nach Küblböck eingestellt, denn die Chance in dem 10 Grad kalten Wasser im Nordatlantik zu überleben sei zu gering.

Hat Daniels Vater den Antrag gestellt?

Der Paragraph 5 des deutschen "Verschollenheitsgesetzes" besagt: "Wer bei einer Fahrt auf See, insbesondere infolge Untergangs des Schiffes, verschollen ist, kann für tot erklärt werden, wenn seit dem Untergang des Schiffes oder dem sonstigen die Verschollenheit begründenden Ereignis sechs Monate verstrichen sind." Günther Küblböck ist genau wie die Ermittler ebenso davon überzeugt, dass sich sein Sohn das Leben genommen hat. Ob er es war, der den Antrag, dass der 33-Jährige für tot erklärt werden soll stellte, ist nicht bekannt. Die Sprecherin des Amtsgerichts, Dr. Angela Häring, machte der PNP gegenüber dazu keine Aussage. Laut Verschollenheitsgesetz sind antragsberechtigt Ehegatten, Lebenspartner, Eltern oder auch Kinder.