Hoffnung im Kampf gegen "Feline Infektiöse Peritonitis" (FIP)

Corona-Medikament soll tödliche Katzenkrankheit heilen

Ein Corona-Medikament soll gegen die tödliche Katzenkrankheit helfen
Ein Corona-Medikament soll gegen die tödliche Katzenkrankheit helfen
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10. Januar 2022 - 16:45 Uhr

Feline Coronaviren sind eine tödliche Gefahr für Katzen

Wenn der Tierarzt "Feline infektiöse Peritonitis" (FIP) diagnostiziert, wird das Herz von Katzenhaltern schwer. Denn diese Krankheit wird durch das Feline Coronavirus (FCoV) verursacht und verläuft unbehandelt tödlich. Das Fatale: es gibt noch keine wirksame Behandlung dagegen. Da das Feline Coronavirus wie Covid-19 zur Familie der Coronaviren gehört, wurde nun an der Ludwig-Maximilian-Universität in München untersucht, ob ein Bestandteil eines Covid-Medikaments die Katzen vor dem Tod bewahren könnte. Die Ergebnisse der Studie machen Hoffnung.

Wirkstoff von Covid-Medikament bewahrt Katzen vor dem Tod

Coronaviren sind eine große Familie von RNA-Viren, die viele Säugetiere und Vögel infizieren und bei einigen schweren Krankheiten verursachen. Darunter zählt auch die "Feline infektiöse Peritonitis" (FIP) bei Katzen. Die Überlebenszeit von unbehandelten Katzen beträgt nur acht bis neun Tage. Doch endlich gibt es Hoffnung im Kampf gegen die tödliche Krankheit.

Vorherige Studien zeigten, dass der Einsatz des Wirkstoff GS-441524 gegen FIP helfen könnte. Dieser ist auch in Corona-Medikamenten wie Remdesivir enthalten. In einer Studie der LMU wurde der Wirkstoff an 20 Katzen mit FIP getestet. Dabei wurden die Überlebensrate, die Viruslast, Anti-FCoV-Antikörper und unerwünschte Wirkungen untersucht. 84 Tage wurden die kranken Katzen behandelt.

Das Ergebnis: Die Vierbeiner erholten sich, die Viruslast sank und es gab keine ernsthaften Nebenwirkungen durch das Medikament. Diese Entdeckung macht Hoffnung, dass die "Feline infektiöse Peritonitis" (FIP) für Katzen bald nicht mehr tödlich enden muss. (pdr)