Corona-Langzeitfolgen

Long Covid Therapie in Köln

27. April 2021 - 10:59 Uhr

Covid 19 ist eine rätselhafte Krankheit:

Bei vielen Menschen verläuft sie fast ohne Symptome. Andere haben welche. Die können aber von Person zu Person unterschiedlich sein. Meist klingen die Symptome innerhalb von 14 Tagen ab. Es gibt aber Fälle, in denen Betroffene wochen- oder monatelang mit Symptomen leben. Long Covid heißt das Phänomen. In Köln werden solche Patienten therapiert.

Zwei Patientinnen sind froh, dass sie wieder Gas an den Geräten geben können. Zwar noch nicht so, wie sie gerne würden, aber Gunda Moritz und Heike Werntgen scheinen aus dem Gröbsten raus zu sein. Die beiden hatten Corona, litten an Covid 19. Allerdings wurde es bei beiden nicht besser nach rund zwei Wochen. Long Covid nennen Ärzte das. In der ambulanten Lungen-Reha in Köln wird sich um die Frauen gekümmert.

Beide hatten einen schweren Krankheitsverlauf. Gunda Moritz wurde sogar auf der Intensivstation künstlich beatmet.

Noch Monate hatten beide mit Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Muskel- und Gliederschmerzen, Schlafstörungen und Luftnot zu kämpfen.

Fünf Stunden pro Tag geht es in die Lungen-Reha, um an Atem- oder Bewegungstherapien teilzunehmen.

Dr. Justus de Zeeuw, ärztlicher Leiter für Lungenerkrankungen begleitet die Patienten während der Therapie. Seltsam sei bei Long Covid, dass die gemessenen Befunde oft normal seien, es den Patienten aber schlecht gehe.

Projektleiterin für die Lungen-Rehabilitation ist Sportwissenschaftlerin Heike Jeß. Die 45-Jährige versucht die Patienten mit verschiedenen Übungen dabei zu unterstützen, wieder zu Kräften zu kommen.

Wer warum von Long Covid betroffen ist, dazu gibt es erst wenige Untersuchungen. Gemeinsame Symptome bei den Befragten seien Müdigkeit, Atemnot und Kopfschmerzen.