Reisende sauer

Etliche Corona-Ausbrüche auf Kreuzfahrtschiffen: „Das war das schlimmste Weihnachten“

Das Kreuzfahrtschiff "Odyssey of the Seas"
Das Kreuzfahrtschiff "Odyssey of the Seas"
© picture alliance, NurPhoto | Danil Shamkin

28. Dezember 2021 - 8:36 Uhr

Behörden beobachten betroffene Schiffe

Die ganze Welt zittert vor der neuen Corona-Variante Omikron – und trotzdem brachen etliche Kreuzfahrt-Liebhaber über Weihnachten zur nächsten großen Reise auf. Einige von ihnen dürften diesen Schritt nun bitter bereuen. Auf mehr als 60 Schiffen ist das gefährliche Virus ausgebrochen. Die Mega-Dampfer stehen seitdem nicht nur unter strenger Beobachtung, vermehrt wird ihnen jetzt sogar das Einlaufen in Häfen verweigert. Die Passagiere sind wütend.

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Maximale Zahl der Positiv-Testungen überschritten

Ein paar Tage raus aus dem Alltag und rein ins Kreuzfahrt-Vergnügen – so dürften sich Passagiere ihre Weihnachtsferien vorgestellt haben. Doch nun sitzen sie fest, inmitten von Erkrankten und ohne Aussicht auf einen Ausweg.

Wie die "Washington Post" nach einem Bericht der US-Gesundheitsbehörde CDC am Sonntag berichtete, sei auf mehr als 60 Schiffen die Zahl der maximal zulässigen Corona-Positivtestungen überschritten worden. Die Infizierten würden sich zwar in Isolation befinden, die Ozeanriesen dürften zum Teil aber trotzdem nicht an Land anlegen. Vor allem die Karibik habe diesbezüglich Konsequenz bewiesen.

Passagiere sauer

Weil an Bord der Kreuzfahrt-Dampfer trotz 2G+-Regelung zum Teil Corona-Regeln wie die Maskenpflicht nicht beachtet wurden, zeigen sich die Passagiere stinksauer. "Ich fühle mich, als hätte ich die vergangene Woche auf einem Superspreader-Event verbracht", sagte die 34-jährige "Carnival Freedom"-Urlauberin Ashley Peterson der "Washington Post", "wir segeln auf einer Petri-Schale".

Doch es kommt noch heftiger: "Das war das schlimmste Weihnachten", klagte der 49-jährige Christopher Holbrook der US-Zeitung "The Sun Sentinel". Er war auf der "Odyssey of the Seas" positiv getestet worden und musste die Weihnachtstage alleine in seiner Kabine verbringen. Auf dem Schiff sollen insgesamt 65 Besatzungsmitglieder und 18 Passagiere erkrankt sein.

Holbrook und Peterson sind nur zwei von vielen Reisenden, deren Urlaub wegen der Corona-Ausbrüche mächtig ins Wasser gefallen ist. (cch)