Umsatz massiv gestiegen

Trendy aber ungesund? "Light"-Getränke immer beliebter

Cola, Limonade oder Schorle in der "Light"-Version werden immer beliebter.
Cola, Limonade oder Schorle in der "Light"-Version werden immer beliebter.
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14. Juli 2021 - 9:32 Uhr

Cola "Zero" und Co.

Immer mehr Softgetränke werden auch als "Light"- Varianten angeboten und immer mehr Menschen scheinen auf die zuckerfreien Varianten von Softgetränken zurückzugreifen. Die Produktionszahlen derartiger Getränke sind massiv gestiegen. Doch "Light"- Drinks sind mit Vorsicht zu genießen.

Umsatz hat ordentlich zugelegt

Gerade bei sommerlichen Temperaturen sollte man viel trinken. Als Durstlöscher sind neben Wasser vor allem Erfrischungsgetränke wie Saftschorlen, Cola oder Limonade sehr beliebt. Immer beliebter werden dabei sogenannte "Light"-Produkte, also Erfrischungsgetränke ohne Zucker.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 1,45 Milliarden Liter Cola, Cola-Mischgetränke und Limonade "light" produziert. Das ist gut ein Viertel mehr als zehn Jahre zuvor. Insgesamt wurden laut statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr 6,67 Milliarden Liter Softdrinks hergestellt, jeder fünfte von ihnen war dabei eine "Light"-Variante von Cola oder Limonaden.

Was bedeutet eigentlich "Light"?

Die Auswahl an "Light"-Getränken ist in den letzten Jahren immer größer geworden. Mit Produktkennzeichnungen wie "Zero", "Life" oder "Low" versprechen die Hersteller ein kalorienarmes und damit ein gesünderes Getränk. Denn "Light"-Produkte enthalten keinen Zucker. Um Geschmack und auch die nötige Süße zu erhalten, greift die Getränkeindustrie auf Zucker-Alternativen wie Stevia oder Aspartam zurück. Diese Süßstoffe sind deutlich kalorienärmer als herkömmlicher Zucker. Getränke mit den Süßstoffen enthalten ungefähr genau so viel Kalorien wie ein Glas Wasser.

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Wie gesund sind "Light"-Getränke?

Ungefähr 35 Stück Würfelzucker sind in einem Liter Cola.
Ein Liter herkömmliche Cola enthält ungefähr 35 Stück Würfelzucker.
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Glaubt man der Werbung, könne man ganz problemlos auf Wasser verzichten und nur noch Cola, Limonade oder Schorlen in der leichten Ausführung trinken. Doch ganz so einfach ist das nicht und vor allem ganz so gesund scheint das nicht zu sein. Denn auch die "Light"-Produkte stehen immer wieder im Verdacht, zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Übergewicht zu fördern. Zwar ist die Studienlage hierzu dünn, allerdings zeigen verschiedene Untersuchungen, dass derartige Getränke, genau so wie zuckerhaltige Getränke, mit Vorsicht zu genießen sind.

So lassen "Light"-Getränke beispielsweise den Insulin-Spiegel steigen. Insulin ist ein Hormon, dass Muskel- und Fettzellen für Glukose, also Zucker, öffnet. So gelangt Energie aus dem Blut in die Zellen. Die Süßstoffe in den leichten Getränken signalisieren dem Körper also, dass er Zucker transportieren soll, obwohl es gar keinen Zucker zum transportieren gibt, sondern nur Süßstoff. Der Körper wird also getäuscht.

Die Folge: Ein sogenannter Süßreiz, der Heißhunger auf zuckerhaltige Produkte hervorruft. Dieser Süßreiz wird häufig mit Schokoladenriegeln oder anderen Süßigkeiten gestillt. Mittelfristig kann das zu Übergewicht oder sogar Diabetes führen.

Cola, Limo & Co.: Verantwortungsvoll genießen

Gesunde Alternative zu Softgetränken: Infsued Water
Wasser mit Früchten ist eine gesunde Alternative zu Sotfgetränken.
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Immer wieder stehen "light"-Getränke auch im Verdacht krebserregend zu sein oder die Darmflora negativ zu beeinflussen. Hierbei handelt es sich bisher aber eher um Vermutungen, als wirklich wissenschaftlich nachgewiesene Effekte. Fakt ist: Wer sämtliche gesundheitliche Risiken ausschließen will, der sollte lieber auf Wasser oder Tees zurückgreifen. Allerdings: In gesunden Mengen sind sowohl zuckerhaltige als auch süßstoffhaltige Softgetränke kein Dick- oder Krankmacher.

Selber Limonade machen

Wer schon immer mal eine Limonade selber machen wollte, findet hier eine paar leckere Rezeptideen. Seit ein paar Jahren ist auch sogenanntes "Infused Water" ein echter Trend geworden. Was das ist, wie es zubereitet wird und was es dabei zu beachten gilt, erfahren Sie hier. (dpa/vsc)

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