RTL/ntv-Frühstart

Christian Lindner: „Eine Linksverschiebung der deutschen Politik wird es mit der FDP nicht geben“

Christian Lindner auf Sommertour der FDP auf dem Kirchplatz. Starnberg.
Christian Lindner auf Sommertour der FDP auf dem Kirchplatz. Starnberg.
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02. August 2021 - 10:01 Uhr

Lindner fragt sich: Was ist das Angebot von SPD und Grünen?

FDP-Chef Christian Lindner hat sich im RTL/ntv Frühstart zu möglichen Regierungskonstellationen nach der Bundestagswahl im September geäußert. Bezogen auf eine mögliche Ampelkoalition mit SPD und Grünen, fragt sich der FDP-Vorsitzende, was denn deren Angebot an die FDP sein solle.

"Wir haben 2017 schon mal eine Linksverschiebung der deutschen Politik mit Frau Merkel und den Grünen verhindert, als wir nein gesagt haben zum damaligen Jamaika. Darauf können die Menschen sich auch in diesem Jahr verlassen. Eine Linksverschiebung der deutschen Politik wird es mit der FDP nicht geben."

Unter Laschet kann Lindner sich Jamaika-Bündnis vorstellen

Unter einem Bundeskanzler Armin Laschet könne er sich eine Regierungsbeteiligung der FDP in einem so genannten Jamaika-Bündnis vier Jahre nach den gescheiterten Sondierungsgesprächen 2017 aber durchaus vorstellen: "Mit einem Armin Laschet, mit dem wir in Nordrhein-Westfalen ja erfolgreich regieren seit vier Jahren, wäre ein diesjähriger Jamaika-Anlauf allerdings eher eine Politik der Mitte, als das 2017 mit Frau Merkel und den Grünen gewesen wäre."

Dennoch sehe Lindner trotz der Favoritenrolle auf den Regierungsbildungsauftrag nach der Wahl auch eine "gewisse Orientierungssuche bei der CDU und CSU": "Armin Laschet widerspricht dem eigenen Wahlprogramm, indem er die dort vorgesehen Steuerentlastungen absagt." Das sei in der Sache falsch, "denn wir müssen die Wirtschaft ja voranbringen und dann müssen wir von der Krankenschwester bis zum Handwerksbetrieb Entlastung erarbeiten", so Lindner weiter.

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