Gruppe deutscher Touristen ums Leben gekommen

Bus stürzte in „deutscher Enklave“ auf Madeira in die Tiefe

© dpa, Rui Silva, rsxxx pat wst

18. April 2019 - 11:42 Uhr

29 Menschen starben bei dem Busunglück auf Madeira

Portugiesische Medien bezeichnen den Ort des schrecklichen Busunglücks mit mehreren Toten als eine "deutsche Enklave". Viele Auswanderer aus Deutschland sollen in der Gemeinde Caniço auf der Urlaubsinsel Madeira leben. Sie betreiben deutsche Brauereien und Cafés. Die Einwohner sind bestürzt.

Im Video: Bilder des verunglückten Busses

Seit den 1960er Jahren strömen viele deutsche Urlauber nach Caniço, schreibt das Nachrichtenportal "Observador". Viele seien für immer geblieben. Der Touristenort nahe Funchal auf der Insel Madeira sei fest in deutscher Hand. Deshalb richteten auch viele Hotels ihr Angebot ganz auf deutsche Touris aus, schreibt die Zeitung. 28 Prozent aller Urlauber, die auf der "Insel der Blumen", wie Madeira genannt wird, ihre Ferien verbringen, sind Deutsche.

Viele Menschen auf der Urlaubsinsel sind schockiert. "Mein Gott, ich bin sprachlos", sagte Filipe Sousa, der Bürgermeister der Gemeinde Santa Cruz. "Ich kann die Leiden dieser Menschen kaum ertragen."

Bei den Opfern soll es sich um Deutsche handeln

17.04.2019, Portugal, Canico: Rettungskräfte sind nach einem schweren Busunglück auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira im Einsatz. Mindestens 29 Menschen überlebten die Tragödie nicht, wie die Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf den Zivi
Der Bus ist zwischen Häusern zum Stehen gekommen.
© dpa, Rui Silva, pat

Bei dem fruchtbaren Busunglück kamen mindestens 29 Menschen ums Leben. Es soll sich laut Medienberichten um eine deutsche Touristengruppe handeln. Insgesamt sollen 57 Personen an Bord gewesen sein. Der Fahrer der Touristenbusses soll in einer Kurve die Kontrolle über das Fahrzeug verloren haben. Der Bus stürzte daraufhin eine Böschung hinunter und knallte in ein Haus.

Der örtliche Abgeordnete Roberto Almada sagte lokalen Medien, dass das Gebiet als "Unfallschwerpunkt" bekannt sei. Es sei ein "sehr schwieriges Gebiet für Fahrer, besonders für Fahrer größerer Fahrzeuge.

Der örtliche Abgeordnete Roberto Almada sagte lokalen Medien, dass das Gebiet als "Unfallschwerpunkt" bekannt sei. Es sei ein "sehr schwieriges Gebiet für Fahrer, besonders für Fahrer größerer Fahrzeuge".