Bundeskanzler Scholz: "Eigentlich einer wie wir. Na gut, viel erfolgreicher"

Tiefe Trauer um die Fußball-Legende Uwe Seeler vereint die Sportwelt

Fußballwelt trauert um Uwe Seeler Ehrenspielführer "Uns Uwe" ist tot
01:36 min
Ehrenspielführer "Uns Uwe" ist tot
Fußballwelt trauert um Uwe Seeler

Fußball-Legende Uwe Seeler ist tot – und nicht nur die Fußball-Welt trauert. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz fand auf Twitter bewegende Worte für den verstorbenen Ehrenspielführer der Fußball-Nationalmannschaft. In einem am Freitag veröffentlichten Nachruf für den „Spiegel“ schrieb der Kanzler über Seeler: „Eigentlich einer wie wir. Na gut, viel erfolgreicher“.

"Uwe Seeler steht für alles, was einen guten Menschen auszeichnet"

Tiefe Betroffenheit herrscht beim Hamburger SV über den Tod von Uwe Seeler. „Uwe Seeler steht für alles, was einen guten Menschen auszeichnet: Bodenständigkeit, Loyalität, Lebensfreude, zudem war er stets nahbar. Er ist der Inbegriff des HSV“, schrieb Sportvorstand Jonas Boldt.

„In besonderer Erinnerung bleibt mir persönlich unser Zusammensein bei seinem letzten Geburtstag. Er hat gefachsimpelt, nach seinem HSV gefragt, mir Tipps und ein paar Sprüche um die Ohren gegeben. Wir werden ihn nie vergessen und immer in Ehren halten. Jetzt gelten unsere Gedanken und unser Mitgefühl Uwes Familie, der wir unser herzliches Beileid aussprechen“, so Boldt weiter.

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"Er wird fehlen"

Lese-Tipp: Nachruf auf Uwe Seeler – einen wie ihn gibt es heute nicht mehr

"So wie #UnsUwe möchten wir eigentlich alle sein: selbstbewusst und bescheiden." Er wird fehlen“, schrieb der Bundeskanzler und frühere erste Bürgermeister der Stadt Hamburg bei Twitter und zitierte dabei nach eigener Aussage seine Tischrede zum 80. Geburtstag Seelers.

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Fahnen in Hamburg auf Halbmast

Die Stadt Hamburg bestätigte am frühen Donnerstagabend die Todesnachricht. "Mit Uwe Seeler, Ehrenbürger seit 2003, verliert die Hansestadt Hamburg einen Ausnahme-Fußballer und besonderen Menschen. Tschüs, Uwe!", schrieb die Stadt Hamburg auf ihrer Webseite.

Der Hamburger SV stellte das schwarz-weiß-blaue Vereinswappen auf seinen Social-Media-Accounts auf schwarz-weiß um. Die Fahnen am Volkspark hängen auf Halbmast. Blumen wurden an der Seeler-Statue abgelegt.

Unzählige Clubs und Spieler nahmen via Social Media Abschied von der Fußball-Legende. Bundestrainer Hansi Flick würdigte Uwe Seeler als ein „Vorbild für Generationen von Nationalspielern“. „Mit seiner bodenständigen, bescheidenen und zurückhaltenden Art hat er auch neben dem Platz die Menschen begeistert und für sich eingenommen. Wir haben es immer genossen, ihn um uns zu haben. Uwe Seeler hat uns inspiriert. Wir alle bei der Nationalmannschaft und beim DFB werden ihn sehr vermissen“, sagte Flick in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes.

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Oiver Kahn: „Seeler stand für ehrlichen Fußball, für Loyalität und Menschlichkeit"

Vorstandschef Oliver Kahn vom FC Bayern bezeichnete den Tod Seelers als „schmerzhaften Verlust“. „Seeler stand für ehrlichen Fußball, für Loyalität und Menschlichkeit, er war ein Spieler mit Herz und für die Herzen - wir werden ihn als einen der ganz Besonderen des Sports immer in Erinnerung behalten.“

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Der ehemalige Sport-Geschäftsführer Rudi Völler von Bayer Leverkusen reagierte bestürzt auf den Tod Seelers. „Ich bin erschrocken. Meine Gedanken sind bei seiner Familie, der ich mein tiefstes Beileid ausspreche“, sagte er. „Uwe war ein wunderbarer Mensch, eines der größten deutschen Sportidole ist von uns gegangen.“

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Trauerflor bei Frauen-EM

Die deutschen Fußballerinnen laufen im EM-Viertelfinale gegen Österreich am Donnerstag in Gedenken an die verstorbene Ikone Uwe Seeler mit einem Trauerflor auf. Das gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) rund drei Stunden vor Anpfiff (21 Uhr) des K.o.-Duells in London bekannt.

Hamburger durch und durch

Seeler trug von 1946 bis 1972 das Trikot des HSV und widerstand in der Zeit allen finanziellen Verlockungen aus dem europäischen Ausland. Die Hansestadt ernannte "Uns Uwe" 2003 zum Ehrenbürger.

Von 1954 bis 1970 bestritt Seeler 72 Länderspiele und erzielte dabei 43 Tore. Bei vier Weltmeisterschaften war der Angreifer mit von der Partie. Mit dem HSV wurde er 1960 deutscher Meister, drei Jahre später folgte der Gewinn des DFB-Pokals. Dreimal (1960, 1964 und 1970) wurde Seeler zum "Fußballer des Jahres" gewählt. Von 1995 bis 1998 führte er den HSV als Präsident an. (msc/sid/swi)