Für mehr SpenderBund startet neues Organspende-Register - NRW zweifelt

Am Montag wird das bundesweite Organspende-Register freigeschaltet. Dort können Bürger ihren Willen für oder gegen eine Organ- oder Gewebespende festhalten. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann glaubt nicht, dass so mehr Menschen dazu bewegt werden, eine Entscheidung zu treffen. Deshalb hat er eine Initiative im Bundesrat gestartet – gemeinsam mit Baden-Württemberg. Der CDU-Politiker möchte, dass sich der Bundestag erneut mit der Widerspruchslösung bei Organspenden beschäftigt. Heißt: Jeder ist automatisch Spender, solange er sich nicht aktiv dagegen entscheidet.

Online statt Karte oder Papier

Mit dem neuen Register wird es in Zukunft möglich sein, online zu vermerken, ob Organe oder Gewebe nach dem Tod transplantiert werden dürfen. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht. Wer seine Entscheidung im Register eintragen will, braucht dafür seinen Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion, die dazugehörige sechsstellige PIN und die Ausweis-App.