5 Tipps für die Urlaubsplanung im Internet

Buchungsportale für Hotel und Ferienwohnung: Schnäppchen erkennen und clever buchen

Wenn einfach alles stimmt mit dem der Ferienwohnung, kann der Urlaub beginnen.
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05. März 2020 - 16:42 Uhr

Stiftung Warentest überprüft 15 Online-Buchungsportale

Jede zweite Urlaubsreise wird inzwischen online gebucht. Bequem auf dem Sofa kann man sich mit dem Smartphone oder Tablet das nächste Urlaubsziel und die gewünschte Unterkunft aussuchen. Dabei werden häufig auch die Bewertungen anderer Urlauber zu Rate gezogen. Die Stiftung Warentest hat sich 15 Online-Buchungsportale genauer angeschaut und gibt Tipps, was man bei der Urlaubsplanung unbedingt beachten sollte.

Kritik an Trefferliste bei der Suche

Größter Kritikpunkt der Tester: Die Trefferliste der Buchungsportale ist oft rätselhaft. Die Nutzer erkennen nicht immer, warum ein Hotelzimmer oder ein Ferienhaus in der Liste ganz oben steht. Gerade bei Hotels kommt es nicht selten vor, dass sie für ihre gute Platzierung in der Trefferliste bezahlt haben. Das Problem: Laut Stiftung Warentest weisen nicht alle Buchungsportale darauf hin.

Da ein Urlaub für eine mehrköpfige Familie locker ein paar tausend Euro kostet, ist es umso wichtiger, die Buchungsportale optimal für die eigenen Bedürfnisse auszulasten. Dabei sollte der Nutzer auf Folgendes achten:

5 Tipps für die Buchung von Hotel oder Ferienwohnung

Tipp 1:
Auf keinen Fall sofort die Reise oder Unterkunft buchen, die einem das Portal als "bestes" Angebot vorsetzt. In den Buchungsportalen kann die Sortierung nach den persönlichen Vorlieben eingestellt werden, zum Beispiel nach Preis oder Kundenbewertung.

Tipp 2:
Im Traumhotel ist "kein Zimmer mehr verfügbar"? Diese Aussage bezieht sich nur auf das gerade genutzte Buchungsportal. Den Namen des Hotels einfach im nächsten Buchungsportal eingeben und schauen, ob eine Buchung möglich ist. Es lohnt sich auch, direkt mit den Hotels oder Vermietern Kontakt aufzunehmen.

Tipp 3:
Bei der Online-Buchung verlässt man sich gerne auf die Erfahrung anderer Gäste. Aber hier sollte man aufpassen: Denn überall, wo im Internet etwas bewertet werden kann, gibt es auch Missbrauchsmöglichkeiten. Grundsätzlich sollten die schlechten Bewertungen zuerst gelesen werden. Ist die Unterkunft eine Katastrophe oder geht es nur um Kleinigkeiten? Außerdem spielt es eine Rolle, wer die Bewertung abgegeben hat: Ein Paar, eine Familie oder ein Alleinreisender?

Tipp 4:
Bei einer Stornierung genau darauf achten, was storniert wurde. Hier sollte man die Stornierungsbestätigung des Buchungsportals genau lesen. So muss manchmal bei mehreren gebuchten Zimmern die Stornierung für jedes Zimmer einzeln durchgeführt werden. ​

Tipp 5:
Wenn es Urlaubsärger gibt, ist der Gerichtsstand wichtig. Den hat so manch bekanntes Buchungsportal außerhalb von Deutschland. Für den Kunden bedeutet das: Der Rechtsstreit müsste im Ausland geführt werden. So befindet sich der Gerichtsstand von Booking.com in den Niederlanden.

Diese Hotelbuchungsportale sind Testsieger:

Bei den Portalen, die eher Ferienwohnungen vermieten, schnitten bei der Stiftung Warentest "Airbnb" und "FeWo-Direkt" als einzige Portale mit der Note "gut" ab. Bei den Portalen mit Schwerpunkt Hotels wurde "Expedia" Testsieger, dicht gefolgt von "Booking.com" und "Hotels.com".

Ein abschließender Tipp der Tester: Direkt beim Hotel buchen kann günstiger sein. Nachfragen kostet nichts.