Brunsbüttel: 18 rostige Atommüllfässer entdeckt

20. Februar 2014 - 11:05 Uhr

In einem unterirdischen Lagerraum des stillgelegten Atomkraftwerks Brunsbüttel sind 18 von 70 Fässern mit schwach radioaktivem Abfall von Rost befallen. Das gab Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) am Mittwoch nach Abschluss von Kamera-Inspektionen in einem der sechs Kellerräume bekannt. Die Korrosionserscheinungen seien teils so stark, dass die Fasswand durchdrungen sei.

In den mit dicken Betonriegeln verschlossenen Räumen lagern insgesamt 631 Stahlfässer mit Abfällen aus dem Reaktorbetrieb. Umgebung und Umwelt seien nicht gefährdet, gab Habeck an. "Die Kavernen sind sicher." Ein Teil der Fässer sei aber nicht mehr sicher handhabbar. Die Atomaufsicht verständigte sich mit dem Betreiber 'Vattenfall' darauf, für die stark korrodierten Fässer eine spezielle Bergungseinrichtung zu entwickeln. Diese soll es ermöglichen, sie zu transportieren, ohne dass radioaktive Stoffe frei werden.