Haarbruch 2.0

Frau will Gelbstich in ihren Haaren loswerden - und sieht plötzlich aus wie Struwwelpeter

Shannon fielen nach der Benutzung eines Silbertoners die Haare aus.
© SWNS

24. Februar 2020 - 12:01 Uhr

Kein Gelbstich, aber auch keine Haare mehr

Als Shannon Kent (23) ihre Haare mit einem Silbertoner einschmierte, wusste sie bestimmt noch nicht, dass ihr zehn Minuten später alle Haare gekrümmt werden. Die Britin hatte sich ein ihr bereits bekanntes Produkt aus dem Supermarkt gekauft und wollte mit der intensiven Silberspülung vermutlich einen Gelbstich der Haare mildern. Doch um ein Haar hätte sie womöglich eine Glatze gehabt!

"Meine Kopfhaut fing an zu kratzen"

Shannon hätte den Silbertoner eigentlich 30 Minuten lang einwirken lassen müssen. Doch bereits nach zehn Minuten musste sie eingreifen. "Meine Kopfhaut wurde richtig wund, als hätte ich zu viel daran gekratzt. Der Geruch war so stark. Ich konnte nicht atmen", sagt sie gegenüber der Zeitschrift Metro.

Schnell wusch sie ihre Haare und hatte bereits die ersten Klumpen in den Händen. Nach dem Bürsten vielen ihr noch mehr einzelne Haarbüschel aus. Am Ende kostete der Silbertoner die Britin 400 Gramm Haare und einige Nerven: "Ich leide massiv an Depressionen und Angstzuständen, und das hat mich wirklich zurückgeworfen. Ich habe, glaube ich, drei Tage lang das Badezimmer nicht verlassen", klagt Shannon.

Shannon Kent
Shannon Kent schmierte ihre Haare mit einem Silbertoner ein.
© action press

Hersteller des Toners weist Schuld von sich

Die zweifache Mutter beschwerte sich beim Hersteller, doch dieser sieht sich nicht in der Verantwortung. Man habe die Produkte getestet und niemand hat je eine allergische Reaktion bekommen, heißt es. Das Produkt "weise keine Unregelmäßigkeiten" auf. Trotzdem zeigte das Beauty-Unternehmen guten Willen und bot Shannon Punkte im Wert von 30 Pfund an. Doch für die Mutter mit der unfreiwilligen Kurzhaarfrisur nur ein schwachter Trost. "Ich war die letzten drei Monate traumatisiert! Selbst jetzt, wo es ein bisschen rausgewachsen ist, muss ich ungefähr vier Stunden damit verbringen, es zu stylen und versuche, das Chaos zu beseitigen, das mir geblieben ist. Das ist einfach nicht praktisch, weil ich zwei kleine Kinder habe."

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Shannons Haare litten extrem unter der Spülung.
© action press

Friseurin sagt: "Alles Quatsch!"

Friseurin Anna Heckmann aus Köln hat eine ganz andere Vermutung, warum Shannon sich die Haare raufen musste. "Kein Silbertoner der Welt kann so einen Schaden anrichten! Diese Frau MUSS ihre Haare mit einer Blondierung zerstört haben!" Die Haarspezialistin ist sich sicher, dass Shannons Haare bereits schon vorher porös waren und durch die Bleiche abgebrochen sind. "Man sieht ja auf dem Foto ganz klar, dass die Haare in der Mitte erst weggebrochen sind. Je nachdem wie beschädigt sie vorher waren, dauert es auch mal nur zehn Minuten, bis man einzelne Büschel in der Hand hat."

Wir finden: Kurzhaarfrisuren passen doch eh besser zum kommenden Frühling. Shannon trägt jetzt jedenfalls erstmal einen Bob.