"Zieh dich nicht an wie eine Prostituierte"

Britin Charlie Hayes (21): Mein Kleidungsstil sagt nichts über mich als Mutter aus

Ein Herz und eine Seele - auch wenn Mama sich gerne individuell kleidet: Charlie Hayes mit ihrem Sohn Jasper.
Ein Herz und eine Seele - auch wenn Mama sich gerne individuell kleidet: Charlie Hayes mit ihrem Sohn Jasper.
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29. Juni 2021 - 9:28 Uhr

Auch als Mutter ist sie Fan von extremen Looks

Schrill, alternativ, unangepasst: Die Britin Charlie Hayes hatte schon immer einen anderen Mode- und Musik-Geschmack. Schon mit elf Jahren beginnt ihre Vorliebe für kurze, durchsichtige Kleider mit hohen Plateaustiefeln, gepaart mit gewagten Frisuren und Make-up-Looks. Und auch seit sie Mutter eines kleinen Sohnes ist, hat ihre Liebe zu extremen Klamotten und Styles nicht nachgelassen. Doch andere Eltern sehen ihre Outfits äußerst kritisch. Regelmäßig wird sie angemacht: Zieh dich gefälligst nicht an wie eine Prostituierte sondern wie eine richtige Mutter! Doch Charlie sagt: Dein Kleidungsstil sagt nichts darüber aus, wie du als Mutter bist.

Eine Menge Slut-Shaming-Kommentare

Die 21-jährige britische Influencerin Charlie Hayes ist ein Fan von alternativer Mode – das ist unübersehbar. Charlie wächst in einer Kleinstadt auf, wo ihre Outfits absolut verpönt sind. Erst als sie mit 18 Jahren ihren Sohn bekommt und nach Canterbury zieht, kann sie ihren Stil voll ausleben. Doch auch hier wird sie wegen ihres Kleidungsstils verfolgt. "Ich habe eine Menge Slut-Shaming-Kommentare bekommen und jemand sagte sogar, dass mein Sohn gemobbt wird, weil ich mich wie eine Prostituierte anziehe", erzählt sie. Und obwohl sie wegen ihrer Kleidung als "schlechte Mutter" bezeichnet wird, schwört sie: Ich habe eine großartige Beziehung zu meinem Sohn Jasper – und rechnet mit ihren Kritikern ab.

"Ich bin eine gute Mutter"

"Ich bekomme einige missbilligende Blicke von anderen Müttern auf dem Weg zum Kindergarten", erzählt Charlie der Nachrichtenagentur "Kennedy News & Media", "aber das stört mich nicht mehr – es wäre Zeitverschwendung, sich damit zu beschäftigen, ich bin eine gute Mutter und der lebende Beweis dafür, dass man keine bestimmte Kleidung tragen muss, um eine gute Mutter zu sein." Der kleine Jasper ist in der Tat weit davon entfernt, sich für den Stil seiner Mutter zu schämen.

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Ihr Sohn Jasper liebt ihren Stil

Ganz im Gegenteil: Er ist immer neugierig auf ihre farbenfrohen Looks und lobt ihr Make-up. "Er sagt: 'Mamas Make-up ist hübsch. Manchmal ist Mamas Make-up rosa, manchmal ist ihr Haar blau' – er liebt es einfach. Ich und Jasper stehen uns sehr nahe, wir sind wie beste Freunde. Er ist völlig unbeeindruckt von meinem Stil und scheint nicht einmal zu bemerken, dass ich heraussteche, weil er nur das kennt." Auch ihr Freund, Sam Pritchard (20), der seit fast zwei Jahren mit ihr zusammen ist, liebt und unterstützt ihren einzigartigen Stil. "Obwohl er mich ständig bittet, ein paar Schuhe zu verkaufen, weil sie das Haus überfluten", scherzt sie.

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Altmodische Erwartungen an das Muttersein sind überholt

Charlie sagt: "Einige ältere Mütter nehmen mich vielleicht nicht ernst, aber ich mache mich gut und man kann sehen, dass mein Sohn glücklich ist, also verstehe ich nicht, warum das wichtig ist. Die Leute, die glauben verrückte Kleidung und Mutterschaft seien nicht vereinbar, haben sehr traditionelle Werte, aber wir schreiben das Jahr 2021 und diese altmodischen Erwartungen sind jetzt überholt", sagt Charlie. Mit ihren Statements will Charlie andere Mütter ermutigen, ihren eigenen Stil zu leben und sich nicht darum zu kümmern, was andere Leute von ihnen denken.