Bretagne: Sexuell übergriffiger Delfin sorgt für Badeverbot

© Centre nautique Moulin mer

29. August 2018 - 16:36 Uhr

Delfin "Zafar" bedrängt Badende in Hafen von Landévennec

An der Küste von Landévennec, einer kleinen bretonischen Hafenstadt in der Bucht von Brest, ist der Delfin "Zafar" eine echte Attraktion: Er ist so zutraulich, dass viele Touristen eigens anreisen, um mit ihm zu schwimmen. Doch in den letzten Tagen übertrieb der Single-Flipper es etwas: Er rieb sich an Booten und Badegästen und präsentierte sogar seinen erigierten Penis. Nun hat der Bürgermeister des Ortes die Reißleine gezogen.

Tümmler-Lümmel rieb sich an Booten und Menschen

"Zafar" ist eigentlich ein gern gesehener Gast im Hafen des Ortes, doch nun wurde eine Kontaktsperre über ihn verhängt. Der Grund: In den vergangenen Wochen kam es immer wieder zu heiklen Situationen, in denen der Delfin eine Frau mit der Schnauze aus dem Wasser hob, sich an Booten und Badenden rieb und sie sogar daran hinderte, wieder ans Ufer zu gelangen.

Damit weder Tier noch Menschen zu Schaden kommen, hat Bürgermeister Roger Lars jetzt jegliche Interaktion mit ihm verboten. "Mit einem Schlag der Schwanzflosse kann der Delfin bereits großen Schaden anrichten, ohne es zu beabsichtigen", warnt auch Sami Hassani, Tierpflege-Direktor im Aqua-Park Océanopolis in Brest, in der Zeitung "Oest France". Aber was macht der einsame Tümmler überhaupt in der Bucht?

Delfine leben normalerweise in Gruppen

Sami Hassani erklärt: "Delfine leben normalerweise in Gruppen mit festen sozialen Regeln. Wird einer von ihnen zum Einzelgänger, sucht er trotzdem nach Kontakt, indem er sich an Bootsrümpfen oder an Personen reibt." Offenbar sehnte sich der liebeswütige "Zafar" also einfach nach Nähe – und erhielt bisher auch jede Menge Zuspruch von den begeisterten Touristen. Doch damit ist jetzt erst mal Schluss. Bleibt nur zu hoffen, dass der Delfin bald im offenen Meer eine willige Artgenossin findet, bei der er mit seinen sexuellen Avancen mehr Erfolg hat.