Ermittler sprechen von "nicht unerheblicher Gefährlichkeit"

Arbeitnehmer wird gekündigt und droht Chefs umzubringen - Polizei findet radioaktive Stoffe

Polizei Braunschweig entdeckt nach Morddrohung radioaktive Stoffe (Symbolbild)
Polizei Braunschweig entdeckt nach Morddrohung radioaktive Stoffe (Symbolbild)
dpa, Jan Woitas

Braunschweig: Polizei nimmt Mann in Wohnung fest

Als er von seiner bevorstehenden Kündigung erfuhr, brannten bei ihm die Sicherungen durch: Ein Arbeitnehmer hat in Braunschweig gedroht, seine beiden Chefs umzubringen. Die Polizei nahm den Mann in seiner Wohnung fest – und machte einen beunruhigenden Fund.

Strahlenschutzlabor untersucht radioaktive Stoffe

Die Ermittler entdeckten Waffen, radioaktive Stoffe und potenziell kontaminierte Gegenstände, heißt es in einer Pressemeldung. Nach den Funden musste nach Einschätzung der Polizei „von einer nicht unerheblichen Gefährlichkeit ausgegangen werden“. Die radioaktiven Stoffe wurden zur Untersuchung in das Strahlenschutzlabor des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) gebracht.

Der Mann war im Besitz von legalen Schusswaffen und dazugehöriger Munition. Da auch diverse Chemikalien gefunden wurden, zogen die Ermittler Fachexperten verschiedener Behörden hinzu. „Eine Gefährdung der Bevölkerung und der Umwelt besteht nicht“, heiß es in der Mitteilung weiter. Auf die Waffen, waffenähnlichen Gegenstände und verschiedenen Gefahrstoffe war die Polizei zuvor „in mehreren Objekten“ gestoßen.

Der Fall erinnert an den sogenannten Pausenbrot-Prozess, bei dem ein Arbeitnehmer seine Kollegen vergiftet hatte. (dpa/mst)