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Brasilien: Baby verletzt nach Sturzgeburt am Krankenhaus - niemand half der Mutter

Niemand hört auf die flehende Mutter

Sturzgeburt am Krankenhaus-Empfang - Baby muss mit elf Stichen genäht werden

Baby Olivia im Krankenhaus
Für Josiane aus Brasilien verläuft die Geburt ihrer kleinen Tochter alles andere als unkompliziert. Sie erlebt eine Sturzgeburt vor dem Krankenhausempfang, ihre Tochter muss anschließend mit 11 Stichen genäht werden.
CEN

Eine Mutter mit Wehen fleht am Empfang eines brasilianischen Krankenhauses um Hilfe. Doch sie wird immer wieder vertröstet, bis das Unvermeidliche geschieht: Das Baby wird geboren, stürzt jedoch mit dem Kopf voran auf den gefliesten Boden und verletzt sich schwer.

"Es war Nachlässigkeit!"

Die hochschwangere Josiane Marques Pereira kommt vor wenigen Tagen mit starken Wehen ins Krankenhaus. Wie das brasilianische Nachrichtenportal „G1“ berichtet, fleht die werdende Mutter am Empfang des Sofia Feldman Krankenhauses in Belo Horizonte, Brasilien, um Hilfe – sie würde ihr Baby bekommen und benötige ein Zimmer.

Doch das Krankenhauspersonal am Empfang vertröstet Josiane. Man habe sie bei ihrer Ankunft untersucht und entschieden, dass die Mutter noch etwa zwei Stunden warten könne, schreibt das Krankenhaus in einer Stellungnahme an „G1“. Die erste Stunde vergeht, Josianes Wehen kommen in immer kürzeren Abständen und werden immer stärker. Eine zweite Untersuchung erfolgt und nun soll sie endlich in ein Zimmer gebracht werden. Doch zu diesem Zeitpunkt ist die Geburt bereits zu weit fortgeschritten.

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Obwohl sie der Schwester gesagt habe, dass Baby würde kommen, sei sie gezwungen worden aufzustehen, heißt es im Polizeibericht bei „G1“. Es kommt zu einer Sturzgeburt und Josianes Baby fällt mit dem Kopf voran auf den Boden. Man habe das Baby seiner Mutter sofort in den Schoß gelegt und einen Scan des Kopfes veranlasst, so das Krankenhaus. Das Resultat: ein Schädel-Hirn-Trauma .

Mutter und Kind werden auf die Intensivstation gebracht, das Baby muss mit elf Stichen genäht werden. Für Josiane ganz klar „eine grobe Fahrlässigkeit“. „Es war Nachlässigkeit, was dort passiert ist“, sagt sie gegenüber „G1“, „dass ein kleines Baby schon so viel durchmachen muss!“ Olivia, so heißt ihre kleine Tochter, brauche momentan viel Aufmerksamkeit und Pflege, sollte aber keine langfristigen Schäden davon tragen. Das Krankenhaus selbst hat die beteiligten Personen mittlerweile entlassen. (jbü)

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