Deontay Wilder "mental nicht gesund"

Fury macht Joshua ein überraschendes Trainings-Angebot

06. Oktober 2021 - 17:35 Uhr

Brisanter Fury-Vorschlag für Joshua

Schwergewichtsboxer Tyson Fury fiebert seinem Verteidigungskampf gegen Deontay Wilder, der in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Paradise/Nevada stattfinden wird, entgegen. Der siegesgewisse "Gypsy King" hat vorab bereits auf einen anderen Fight geblickt - und seinem Rivalen Anthony Joshua ein brisantes Angebot gemacht. Oben im Video zeigen wir Ihnen die Ankunft und ersten verbalen Scharmützel von Fury und Wilder.

Fury hofft auf "Battle of Britain"

Tyson Fury will das britische Duell mit Anthony Joshua um jeden Preis. Dafür geht der 33-Jährige sogar so weit, dass er dem zuletzt gegen Oleksandr Usyk unterlegenen Boxer unter die Arme greifen will. Denn: Im Frühjahr 2022 steht das Re-Match zwischen Joshua und dem Ukrainer an.

"Wenn ich Joshua für den Kampf gegen Usyk trainiere, wird er definitiv gewinnen", gab sich Fury im Gespräch mit Ben Damon von "Fox Sports Australia" überzeugt. "Weißt du, ich habe ihm meine Dienste angeboten, dass ich ihn trainiere. Und ich garantiere, dass er gewinnen wird."

Wie er Joshua vorbereitet, weiß Fury ebenfalls schon: "Ich werde ihn dazu bringen, wie ein echter Mann zu kämpfen." Usyk hatte Joshua im September eindrucksvoll auf die Bretter geschickt und sich so die Titel der Verbände WBA, WBO und IBF gesichert.

Fury: Wilder ist "mental nicht gesund"

Damit es in naher Zukunft aber überhaupt zu einem Kampf mit Joshua kommt, muss Fury selbst seinen WBC-Gürtel gegen Wilder verteidigen. Es ist bereits der dritte Kampf zwischen den beiden Rivalen, "einen vierten wird es nicht geben", so der Engländer klipp und klar.

Fury, der in 31 Kämpfen als Profiboxer noch ungeschlagen ist, glaubt jedoch fest an einen weiteren Sieg gegen Wilder. "Ich denke, er hat eine harte Zeit hinter sich. So lange unbesiegt gewesen zu sein und dann gegen mich zu verlieren: das macht etwas mit einem. Er muss nun einiges beweisen."

Sein US-amerikanischer Gegner sei jedoch gesundheitlich gar nicht auf der Höhe, so der Titelverteidiger: "Wenn jemand mental nicht gesund ist, kann er für seine Aussagen und Handlungen nicht wirklich verantwortlich gemacht werden. Ich hatte in der Vergangenheit viele Male selbst psychische Probleme. Wenn jemand in einem solchen Zustand ist, kann man ihn nicht ernstnehmen." So seien auch Wilders "Ausreden" nach dessen Niederlage in diesem Licht zu betrachten. (sport.de)