Usyk-Analyse schon abgeschlossen

Joshua: "Habe meine Lektion gelernt"

Anthony Joshua wurde von Oleksandr Usyk entthront
Anthony Joshua wurde von Oleksandr Usyk entthront
© Getty Images, Bongarts, HT / HT

30. September 2021 - 20:55 Uhr

Joshua und sein "starker Geist"

Das ging aber fix! Keine fünf Tage sind seit Anthony Joshuas Box-Schmach gegen Oleksandr Usyk vergangen. Die Fehler-Analyse des Briten aber ist schon abgeschlossen. "AJs" Botschaft: Lektion gelernt.

"AJ" dankt seinen Fans

"Ich habe mir den Kampf angeschaut, meine Vorbereitung analysiert und meine Fehler erkannt. Ich habe meine Lektion gelernt", twitterte Joshua.

Der 31-Jährige hatte seine WM-Titel von WBA, WBO und IBF am vergangenen Wochenende durch eine einstimme Punktniederlage an Usyk verloren. Der Ukrainer führte Joshua vor 67.000 entgeisterten Briten im Tottenham-Stadion stellenweise vor. Schon unmittelbar nach dem Kampf kündigte der entthronte Engländer an, eine vertraglich vereinbarte Rückkampf-Klausel zu ziehen.

Joshua bedakte sich auf Twitter bei seinen Fans für viel "Liebe" und aufmunternde Botschaften. "Macht euch um mich keine Sorgen", schrieb er: "Mein Geist ist stark."

Fury verzichtet auf Verbal-Attacke

Box-Britannien diskutiert derweil seit Tagen intensiv über die Gründe der Joshua-Demontage. Im Zentrum der Kritik: Das Trainerteam des Ex-Champions, allen voran Chefcoach Rob McCracken. John Fury etwa, Vater von WBC-Champion Tyson Fury, monierte, "AJ" sei falsch eingestellt gewesen, habe zudem während des Kampfes gegen Usyk völlig falsche Anweisungen erhalten. "Gebt AJ ein Break, sein Trainerteam muss die Niederlage auch schultern", sagte Fury senior.

Sohnemann Tyson hielt sich dagegen auffallend zurück, verzichtete auf eine Verbal-Attacke gegen seinen Schwergewichts-Rivalen. "Ich habe kein Interesse daran, jemanden runterzumachen oder auf jemanden draufzutreten, wenn er am Boden liegt. Das ist nicht mein Stil. Ich nehme mir Leute vor, die gut drauf sind, die erfolgreich sind, die auf der Höhe ihres Könnens sind. Joshua muss tun, was er tun muss. Ich bin daran nicht interessiert, denn ich habe den Bronze Bomber vor mir", sagte der "Gypsy King" in einer virtuellen Presserunde vor seinem WM-Kampf am 9. Oktober in Las Vegas gegen Deontay Wilder. (mar)