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Bordell-Zoff in Dresden: Anwohner gegen Freudenhaus von Ana-Maria Badiu und Werner Kirschner

Aufregung um geplanten Amüsierbetrieb in Dresden

Ana-Maria Badiu und Werner Kirschner bauen Luxus-Bordell – Nachbarn laufen Sturm

Plötzlich wird ein Luxusbordell gebaut Dresdener Nachbarschaft ist hart genervt
02:26 min
Dresdener Nachbarschaft ist hart genervt
Plötzlich wird ein Luxusbordell gebaut

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Bordell-Betreiber aus Dresden verstehen Aufregung nicht

Es hat noch gar nicht eröffnet, aber schon jetzt bringt ein Bordell in Dresden die Anwohner in der Nachbarschaft schwer in Wallung. Sie möchten unbedingt verhindern, dass im "Imperial" Prostituiere ihre Dienste anbieten und haben einen Anwalt eingeschaltet. Die Betreiber Ana-Maria Badiu und Werner Kirschner können die Aufregung nicht verstehen.

26 Frauen sollen hier als Prostituierte arbeiten können

Laut Kirschner soll die Ausstattung des "Imperial"-Bordells sehr hochwertig sein.
Laut Kirschner soll die Ausstattung des "Imperial"-Bordells sehr hochwertig sein.
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"Seit letztem Jahr wurde hier gebaut. Jedem war bewusst, was hier gebaut wird und jetzt kurz vor der Eröffnung gehen die Nachbarn auf die Barrikaden", wundert er sich. Was hier gebaut wird, ist folgendes: Eine Shisha-Bar, eine Bar, ein Barber-Shop. In der oberen Etage entsteht ein sogenanntes Laufhaus, in dem 26 Frauen ein Zimmer mieten und dem ältesten Gewerbe der Welt nachgehen können. So der Plan.

Alles sei hochwertig, er lege Wert auf ein niveauvolles Publikum, sagt Kirschner. Allein für das Mobiliar habe er mehr als eine Viertelmillion Euro ausgegeben.

Für die Anwohner in der Nachbarschaft zählt das nicht, sie haben Bedenken. "Anfangs hieß es, dass es klein sei (…) Aber nachdem wir gehört haben, dass es so viele Zimmer und so viele Frauen sein sollen, da waren wir dann wirklich in Sorge", sagt Nachbar Ulrich Heine. Sie befürchten ungewisse Konsequenzen. Zunehmender Verkehr, vielleicht ein Taxistand, spekuliert er.

Anwalt glaubt: Baugenehmigung für "Imperial" ist rechtswidrig

Karch
Rechtsanwalt Henrik Karch vertritt die Interessengemeinschaft.

Gemeinsam mit anderen hat er Rechtsanwalt Henrik Karch eingeschaltet, der das Bordell verhindern soll. Der Jurist sieht gute Chancen, denn er hält die Baugenehmigung für das "Imperial" für rechtswidrig. "Es besteht hier die Besonderheit, dass das Gewerbegebiet und die Wohnbebauung unmittelbar aufeinandertreffen. Diese beiden Nutzungen sind üblicherweise nicht nebeneinander zulässig", sagt er. Diese habe die Stadt Dresden nicht berücksichtigt.

Die Stadt selbst äußert sich zurückhaltend. "Dazu ist die Entscheidung über die Widersprüche durch die Landesdirektion Sachsen abzuwarten. Im Moment prüft das Bauaufsichtsamt noch, ob Widersprüchen abgeholfen werden kann", heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme.

Und so arbeiten vorerst alle Seiten weiter – Bordellchef Kirschner an seinem Neubau und die Interessengemeinschaft daran, dass die für Mitte September geplante Eröffnung abgeblasen werden muss. (uvo)