Eisige Temperaturen, knackiger Frost und beißender Wind

Bis zu -50 Grad! So krass leben die Menschen in der kältesten Stadt der Welt

23. Januar 2019 - 7:37 Uhr

RTL-Moderatorin unter Extrem-Bedingungen in Jakutsk (Sibirien)

Eisige Temperaturen, knackiger Frost und beißender Wind: Sie denken wohl, in Deutschland ist es gerade ganz schön kalt? Dann tun wir noch eine Schippe drauf: 6.500 Kilometer von uns entfernt liegt die kälteste Großstadt der Welt: Jakutsk. Für die rund 270.000 Einwohner dauert der Winter von Oktober bis Mai. Die mittlere Temperatur im Januar liegt dort bei minus 43,2 Grad Celsius. RTL-Moderatorin Charlotte Maihoff zeigt im Video, wie die Menschen unter solch extremen Bedingungen leben.

"Irgendwann sieht man aus wie mit Puderzucker überschüttet"

"Ich steige aus dem Flieger, freu mich auf die Frischluft, atme erstmal tief ein - und muss sofort heftig husten", erzählt Charlotte Maihoff, die für zehn Tage nach Sibirien gereist ist. "Die Luft war so kalt, dass meine Lunge rebellierte."

Die Menschen auf der Straße sind dick vermummt. Die Autos werden nachgerüstet, mit Isolierung, Doppelscheiben, besonderem Frostschutz für den Motor. Dennoch müssen viele ihr Auto durchgängig auf dem Parkplatz laufen lassen, wenn sie beispielsweise zur Arbeit gehen. "Es würde sonst bei -45 Grad einfach nicht mehr anspringen."

Richtige Kleidung ist natürlich das Wichtigste bei der Eiseskälte. "Die Ski-Kleidung wird kalt und harsch von außen. Auch Taschen oder Rucksäcke und alles, was drin ist, friert nach kurzer Zeit." Auch Augenbrauen und Wimpern vereisen. "Irgendwann sieht man aus wie mit Puderzucker überschüttet." Die Tiere haben es auch schwer: Kühe werden in beheizten Ställen gehalten. Damit die Milch nicht gefriert, werden die Euter der Kühe in Tücher eingewickelt - eine Art Kuh-BH. Die Einheimischen sind es aber gewöhnt und nehmen den knackigen Frost gelassen.